Friewald zu LRH: Ungeheuerliche Entgleisung von SP-Keusch

Niederösterreich, 12.11.98 (NÖI) Als "ungeheuerliche Entgleisung" wertete heute LAbg. Rudolf Friewald die Aussagen des SP-LAbg. Keusch im Zusammenhang mit der Kritik des Landesrechnungshofes am Landwirtschaftlichen Förderungsfonds und
an Landesrat Franz Blochberger. Es gebe überhaupt keinen Grund,
das von Raschauer, einem österreichweit anerkannten Ordinarius für Verwaltungs- und Staatsrecht, erstellten Gutachten in Zweifel zu ziehen. "Dieses Gutachten als 'bestelltes Gutachten' zu
bezeichnen, heißt nichts anderes, als Raschauer Käuflichkeit zu unterstellen, und das ist schon sehr starker Tobak", so Friewald.****

Auch sei es eine Ungeheuerlichkeit, von Kalamitäten
Blochbergers zu sprechen. Blochberger habe als Fondsvorsitzender lediglich das vollzogen, was das Kuratorium beschlossen hat und in dem die SP-Mandatare immer mitgestimmt haben. Es sei
verwunderlich, so Friewald, daß gerade Keusch so laut schreit. Es wäre zielführender, wenn er selber mithelfen würde, die Dinge aufzuklären.

Schließlich weist Friewald noch darauf hin, daß der Rechnungshofdirektor selbst in einem Interview zugegeben hat, daß das Landwirtschaftsgesetz im Bericht nicht berücksichtigt wurde. Damit gibt er aber indirekt dem Raschauer-Gutachten recht.
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