Treffen der EU-GesundheitsministerInenn in Brüssel-

Ratspräsidentin Hostasch fordert weiteren Qualitätsschub im Gesundheitswesen

Brüssel, 12. November 1998 (BMAGS).- Beim heutigen formellen Treffen der EU-GesundheitsministerInnen in Brüssel forderte Ratspräsidentin Lore Hostasch einen weiteren Ausbau der Qualität im Gesundheitswesen. "Auch wenn sich die Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen zu einem Schlüsselthema in den Mitgliedsstaaten entwickelt habe, muss es einen weiteren Qualitätsschub geben", so Gesundheitsministerin Hostasch.***

Das formelle Treffen in Brüssel sollte den
GesundheitsministerInnen die Möglichkeit geben, die Ergebnisse der Konferenz von Bad Tatzmannsdorf und ihre Umsetzung zu diskutieren. Vereinbart wurde dabei ein intensiverer Informations- und Erfahrungsaustausch und die Verwendung von "Models of best practice". Für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch wurden Konferenzen auf Expertenebene, gemeinsam durchgeführte Pilotprojekte, Netzwerke und sogenannte Clearing-Houses empfohlen.

Umfassender Qualitätsbegriff im Gesundheitswesen

"Der Qualitätsbegriff im Gesundheitswesen ist ein umfassender,
der die organisatorischen Abläufe, die Qualität der Medizinprodukte und Arzneimittel und die Qualität der medizinischen und pflegerischen Dienstleistung miteinbezieht", betonte Hostasch. Dazu bedürfe es moderner Techniken der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements.

"Bei der Qualitätsverbesserung darf es keinen Stillstand
geben", unterstrich Hostasch und verwies dabei auf Österreich. Dort habe man mit dem EU-Beitritt die Normen betreffend Pharmazeutika
und Medizinprodukte übernommen und seither aktiv an ihrer Weiterentwicklung mitgewirkt. Ebenso habe Österreich auf dem Gebiet der Blutsicherheit bei der Konferenz in Baden in der Formulierung akkordierter Empfehlungen eine führende Rolle gespielt.

Gesundheitswesen verbleibt in nationaler Kompetenz

EU-weite Qualitätspolitiken sollen, so Gesundheitsministerin Hostasch, die nationale Kompetenz im Gesundheitswesen nicht ersetzen. Die Regelung der Sozialversicherungssysteme, die Struktur des Krankenanstaltenbereichs sind Kernbereiche, die der Zuständigkeit der jeweiligen Ländern weiterhin obliegen. EU-weite Regelungen und Vereinbarungen sollten aber den Mitgliedsstaaten helfen, die formulierten Zielvorgaben leichter und schneller zu erreichen.

"Das Treffen in Brüssel war ein voller Erfolg", stellte Ratspräsidentin Hostasch fest, die abschließend auf das effiziente Arbeitsklima verwies.

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