Wirtschaftsuni will neue Wege gehen

Bundesminister Einem unterstützt WU-Strategie

Wien (OTS) - Wissenschaftsminister Caspar Einem hat anläßlich einer Diskussionsveranstaltung des Universitätskollegiums an der Wiener Wirtschaftsuniversität die zukünftige Strategie der WU als "gute Überlegung" bezeichnet. Die WU will sich künftig unter drei unterschiedlichen Organisationseinheiten, nämlich

  • einer neuartige Hochschule oder Fachhochschule mit breitem Angebot
  • einer anspruchsvolle Universität, die am internationalen Wettbewerb interessiert ist
  • und einem Weiterbildungszentrum präsentieren.

"Um diese Pläne verwirklichen zu können, brauche die WU Planungssicherheit", so der Rektor der WU, Hans Robert Hansen. Hansen verweist in diesem Zusammenhang auf die unterschiedlichen finanziellen Unterstützungen, die einer Universität im Vergleich zu einer Fachhochschule zukommen. Minister Einem versichert jedoch, daß die WU, wenn sie in ihrem Bildungskonzern eine Fachhochschule inkludieren würde, die gleichen Bedingungen erwarten könne. "In diesem Fall gelten die selben Regeln wie bei Fachhochschulen. Das betrifft die Kosten ebenso, wie die Prüfungsvoraussetzungen", so der Wissenschaftsminister. Weiters betonte Einem, daß der Bildungskonzern-Gedanke der WU konkrete Gespräche mit dem Ministerium erfordere. Er erwarte konkrete Vorschläge und werde diese unterstützen.

Eine Vollrechtsfähigkeit hält Einem vor allem für mittlere und größere Universitäten, wie die WU, die Universität für Bodenkultur und die Veterinärmedizinische Universität für sinnvoll. Das Konzept sieht vor, daß die Unis öffentlich-rechtliche Körperschaften werden, jedoch keine Kapitalgesellschaften, wie Bundeskanzler Viktor Klima vergangene Woche kolportiert hatte. Einem will einen Vertrag zwischen den Hochschulen, die an einer weitgehenden Autonomie interessiert sind, und dem Bund schließen. Darin sollen einerseits die Leistung der jeweiligen Universität klar definiert werden, zum anderen die finanzielle Unterstützung des Bundes festgeschrieben werden. "Reichen die Gelder des Bundes nicht aus, so steht es den Universitäten frei zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen", so Einem bei der Diskussion an der WU. Er könnte sich unter anderem auch vorstellen, daß Hochschulen Gesellschaften gründen, die Gewinne erwirtschaften.

Zur Einführung eines Kurzstudiums (Bakkalaureat) in Österreich, meinte Einem, "es müsse erst geklärt werden, ob am Arbeitsmarkt ein derartiger Zwischenabschluß überhaupt gefragt sei." Einen Numerus Clausus kann sich der Wissenschaftsminister nicht vorstellen, auch nicht bei einem anschließenden Magisterium oder einem Doktoratsstudium.

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Wirtschaftsuniversität Wien

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