Hofbauer: NÖ Landesverkehrskonzept steht für die Pendler – Masterplan für das Chaos

30 Millionen teure Werbekampagne macht den Masterplan nicht besser

Niederösterreich, 12.11.1998 (NÖI) Der Verkehrssprecher der VP NÖ, LAbg. Johann Hofbauer, erklärte im Rahmen der "Aktuellen Stunde" zum Thema "Verkehr", daß dies eine sehr gute Gelegenheit sei, die Stärken des Landes in Sachen Nahverkehrsausbau und im Gegensatz dazu das völlige Versagen der sozialistischen Verkehrspolitik auf Bundesebene aufzuzeigen. ****

"Das Land Niederösterreich hat seit dem Jahr 1991 ein Landesverkehrskonzept, das vor zwei Jahren überarbeitet wurde.
Seit Oktober 1997 gibt es ein überarbeitetes
Landesverkehrskonzept, das voll den Wünschen der Pendler entspricht, die internationalen Verkehrsströme und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs berücksichtigt. Dieses Landesverkehrskonzept wurde im Rahmen einer breitest angelegten Diskussion mit der betroffenen Bevölkerung erarbeitet. Das Resultat spricht für sich", so Hofbauer

"Im Gegensatz dazu gibt es einen Masterplan, der den Namen 'Desasterplan' viel mehr verdient. Dieser Plan wurde von Verkehrsminister Einem unter Ausschluß der Öffentlichkeit erarbeitet. Keine einzige Forderung des Landes Niederösterreichs wurde dabei berücksichtigt. Einem hat die Pendler vergessen, die Verkehrsentwicklung der nächsten Jahre ignoriert und ist völlig realitätsfremd", krisitierte der Abgeordnete.

Und der Abgeordnete weiter: Das Resultat spricht ebenfalls für sich. Aus der endlosen Liste von Versäumnissen führe ich nur einige wenige an: "Es ist kein Umfahrungsring von Wien vorgesehen, es ist keine Donaubrücke Traismauer vorgesehen, das heißt täglich werden weiterhin 10.000 Autos einen Umweg von 12 km, das sind 120.000 km! zurücklegen müssen - aber die Umweltbelastung dürfte dem Semmeringtunnel-Fan Einem ohnehin egal sein, es ist kein Vollausbau der S33 vorgesehen, kein Westautobahnausbau und auch
kein Südautobahnausbau. Sämtliche wichtigen Verkehrsverbindungen wurden also einfach ignoriert".

"Zusammenfassend gesehen ist der Masterplan die Garantie für künftige Staus und für eine Steigerung der Unfallhäufigkeit auf unseren Straßen. Da hilft auch keine 30 Millionen Schilling teure Werbekampagne", betonte Hofbauer.
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