Niederösterreich knüpfte Auffangnetz für Jugendliche:

Jedem Schulabgänger 1998/99 eine Lehrstelle

St.Pölten (NLK) - Seit 1996 gibt es in Österreich mehr lehrstellensuchende Jugendliche als offene Lehrstellen. Ende Oktober 1998 waren beim AMS NÖ 878 Lehrstellensuchende vorgemerkt, 362 offene Lehrstellen gab es: Um der Jugendbeschäftigung einen neuen Impuls zu geben, erarbeiteten Land Niederösterreich, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Arbeiterkammer und ÖGB ein Auffangnetz für Jugendliche, den sogenannten Nationalen Beschäftigungsplan (NAP), mit dem die Schulabgänger der Jahre 1998 und 1999 eine Beschäftigung finden sollen. Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, AKNÖ-Präsident Josef Staudinger, der stellvertetende Leiter des AMS NÖ, Mag. Karl Fakler und WKNÖ Direktor Dr. Theodor Zeh präsentierten heute in St.Pölten die Maßnahmen, die ab 16. November umgesetzt werden. "Das NAP-Auffangnetz sieht vor, jenen Jugendlichen, die keine Lehrstelle finden, eine Ersatzlehrausbildung anzubieten", erläuterte Prokop. In Niederösterreich seien das schätzungsweise 664 Jugendliche, die entweder einjährige Ausbildungslehrgänge oder drei-bis vierjährige Lehrlingsstiftungen absolvieren könnten. Insgesamt gebe es dafür 150 Millionen Schilling pro Jahr. Ziel ist, die Jugendlichen am regulären Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Ausbildung wird vom Wirtschaftsförderungsinstitut, dem Berufsförderungsinstitut und dem Redemportistenorden in Eggenburg durchgeführt. Während der Ersatzlehrausbildung wird laufend versucht, die Jugendlichen zu vermitteln. "Um den Jugendlichen noch bessere Chancen zu eröffnen, sind Fremdsprachen und Zusatzqualifikationen wie EDV Bestandteil beider Ausbildungen", erläuterte Fakler, das Auffangnetz sei aber nur eine Notlösung.

Das AMS NÖ habe sich bemüht, Jugendliche vor allem in Berufen mit großen Chancen am Arbeitsmarkt auszubilden. Beispielsweise seien Bau-und Holzberufe und der Großhandel zukunftsträchtige Ausbildungen sein. Über die Lehrstellenförderung werde auch den Schulabgängern der Vorjahre unter die Arme gegriffen. Fakler: "Mit all unseren Maßnahmen sind wir in der Lage, fast jedem Jugendlichen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen."

"Die Umsetzung dieses Beschäftigungsplanes ist ein wichtiger Etappenerfolg. Diese Form der Ausbildung soll auch über 1999 hinaus gefördert werden", meinte Präsident Staudinger. Auch die Wirtschaft begrüße das Auffangnetz, betonte Dr. Zeh. Für die Lehrlingsausbildung sei es aber sinnvoll, die Lehrbetriebe finanziell zu entlasten.
Das AMS NÖ weist alle in Frage kommenden Lehrstellensuchenden den Organisationen zu. Die Teilnehmer an den Lehrgängen erhalten pro Monat 2.000 Schilling für Lehrgänge und 2.985 Schilling an Entschädigung. Darüberhinaus wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, den Hauptschulabschluß nachzuholen.
Nähere Informationen AMS NÖ Dr. Georg Grund, Telefon 01/53136/306.

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