Solarien: Sozialpartnergespräche aber noch keine Entscheidung des BMAGS-

Arbeitnehmervertretung strebt Kollektivvertrag an

Wien, 12. November 1998 (BMAGS).- Zu den heutigen
Pressemeldungen über den Streit um die Öffnungszeiten der Solarien stellt das Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales folgendes fest: Es werden derzeit auf der Ebene der zuständigen Fachsektion Gespräche über die Öffnung von Solarien an Wochenenden geführt.

Zu diesen Gesprächen wurden und werden die Standpunkte der Sozialpartner eingeholt. Dabei hat sich herauskristallisiert, dass die Arbeitnehmervertretungen vor allem auf den Abschluss eines Kollektivvertrages für die in den Solarien beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Voraussetzung für Wochenendöffnungszeiten drängen, während die Arbeitgeberseite eine Regelung mittels Verordnung anstrebt.

Seitens der Gewerkschaft HGPD wurde bereits Bereitschaft zur Zustimmung zu einer Ausnahmeregelung hinsichtlich der Öffnungszeiten bei Abschluß eines Kollektivvertrages signalisiert. Die nächste Gesprächsrunde der Sozialpartner ist für den 18. November 1998 geplant.

Derzeit gibt es, abgesehen von Wien, überhaupt keinen Kollektivvertrag und damit auch keine gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlöhne. Generell ist anzumerken, dass Solarien, die mit einer Freizeiteinrichtung kombiniert sind, wie z.B. in Hallenbad oder Freizeitzentrum, selbstverständlich an Sonn- und Feiertagen offenhalten dürfen.

Seitens des BMAGS ist festzuhalten, dass Interesse an
geordneten Arbeitsverhältnissen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Solariumsunternehmen besteht. Eine Entscheidung
wird im derzeitigen Stadium sicher nicht getroffen, die persönlichen Angriffe der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft auf die Frau Bundesministerin entbehren absolut jeder Grundlage und werden entschieden zurückgewiesen.

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