Dirnberger warnt vor Senkung der Lohnnebenkosten

Senkung der Lohnnebenkosten führt zur Umverteilung nach oben

Wien (OTS) - Vor einer Senkung der Lohnnebenkosten warnte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) anläßlich der morgen tagenden Vollversammlung der Arbeiterkammer. Die von der AK präsentierten Daten zeigen sehr deutlich, daß eine Senkung der Lohnnebenkosten nicht notwendig ist, käme sie aber, würde sie zu Sozialabbau und einer "Umverteilung nach oben" führen, betont Dirnberger.

Nicht die absolute Höhe der Lohnkosten entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft, sondern die gemeinsame Betrachtung der Lohnkostenentwicklung mit den Lohnstückkosten. Diese Lohnstückkosten haben sich in den vergangenen Jahren im Vergleich zu den Handelspartnern Österreichs z.B. 1997 um 4,9 % verbessert.

Massive Kritik an Finanzminister Edlinger

"Für die verarbeitende Industrie in Österreich ist die Arbeit im internationalen Vergleich billiger geworden", faßt Dirnberger die Daten zusammen und kritisiert Finanzminister Edlinger: "Wenn Edlinger nun auf einmal auch einer Senkung der Lohnnebenkosten das Wort redet, hat er von der tatsächlichen Sachlage keine Ahnung. Er wäre gut beraten, die Unterlagen der AK zu studieren. Edlinger blöckt wie die Schafe in Orwells Farm der Tiere die Parolen der Sozialabbauer in Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer".

Statt Senkung der Lohnnebenkosten endlich Wertschöpfungsabgabe einführen

Die AK steht auch dem Plan einer Besteuerung von Energie im Ausgleich für eine Senkung der Lohnnebenkosten kritisch gegenüber, kündigt Dirnberger an. Dies würde nämlich zu einer unzumutbaren Belastung der Konsumenten und Pendler führen. Eine echte Alternative zur Entlastung des Faktors Arbeit ist die schrittweise Umstellung von den lohnbezogenen Dienstgeberbeiträgen hin zur Wertschöpfungsabgabe, wie sie von der AK und zuletzt von der GPA auf ihrem Gewerkschaftskongreß gefordert wurde.

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AK NÖ, Alfred Dirnberger

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