Gehrer will Kooperation mit Südosteuropa verstärken

Südosteuropa-Bildungskonferenz in Graz

Wien/Graz (OTS) "Bildung und europäische Bildungszusammenarbeit spielen bei der Weiterentwicklung der Länder Südosteuropas eine große Rolle. Deswegen ist die Fortführung und Intensivierung der Kooperationen mit Südosteuropa besonders wichtig", sagte Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer. Daher veranstalten das Unterrichtsministerium und das Wissenschaftsministerium im Rahmen der EU-Präsidentschaft die Expertenkonferenz "Südosteuropa – Europäische Bildungszusammenarbeit für Frieden, Stabilität und Demokratie" vom 14. bis 16. November 1998 in Graz. ****

"Ziel dieser Konferenz ist es, für dieses Anliegen ein stärkeres Verständnis in Europa zu schaffen und konkrete internationale Maßnahmen zu entwickeln und vorzuschlagen", erklärte Gehrer.

Schwerpunkt der Konferenz ist die Bildungszusammenarbeit in und mit Südosteuropa. Dabei dienen gelungene Beispiele der Zusammenarbeit der Orientierung, um Chancen und Möglichkeiten für zukünftige Projekte zu erarbeiten. Es werden Beispiele für konstruktive Konfliktlösungen (etwa Good-will Classrooms in Jugoslawien), für interregionale Zusammenarbeit (beispielhaft in Bosnien) sowie modellhafte Projekte zur Berufsbildung, Hochschulpolitik und Erwachsenenbildung vorgestellt.

Österreich ist bereits in zahlreichen Bildungsprojekten in Südosteuropa engagiert. Es gibt Bildungsbeauftragte in Albanien, Bosnien, Bulgarien und Kroatien, die bildungspolitische Reformmaßnahmen unterstützen, organisieren, betreuen und evaluieren. Es bestehen erfolgreiche Partnerschaften von Pädagogischen Akademien mit Lehrerbildungsanstalten in Südosteuropa. Im Fremdsprachenbereich wird im Rahmen des Europäischen Fremdsprachenzentrums in Graz intensiv mit den südosteuropäischen Ländern zusammengearbeitet. Österreich wird bei dieser Konferenz eine Reihe von laufenden und neuen bilateralen Kooperationsprojekten für Schule und Wissenschaft vorstellen, z.B. das "Democratic Change"-Projekt in Albanien.

Folgende konkrete Ergebnisse sollen während der Konferenz erarbeitet werden:
* Empfehlungen über die Rolle der Bildung in Südosteuropa, über Inhalte und Formen der Zusammenarbeit, über grundlegende Bildungsziele und insbesondere über die Methoden, diese zu erreichen.
* Konkrete Maßnahmen wie etwa grenzüberschreitende Zusammenarbeit im berufsbildenden Bereich; Schritte zur Einrichtung von
gemischten Kommissionen beispielsweise für den Geschichtsunterricht; gemeinsame Projekte zur Stärkung der Europäischen Bürgergesellschaft und verstärkte bi- und multilaterale Schul- und Hochschulkooperationen.
* Identifizierung offener Fragen und Herausforderungen, die bis
zur Nachfolgekonferenz in Sofia 1999 bearbeitet werden sollen.

Die Ergebnisse der Konferenz werden von Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer beim Rat der EU-Bildungsminister am 4. Dezember 1998 in Brüssel vorgestellt.

Die politische Bedeutung dieser EU-Expertenkonferenz wird durch die Teilnahme von Vertretern aus den südosteuropäischen Staaten sowie vieler europäischer und internationaler Institutionen (Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Europarat, OSZE, UNESCO, Weltbank, European Training Foundation und EU-Beobachtungsstelle gegen Rassismus) und von Sprechern internationaler NGOs deutlich. Der Abschluss der Tagung wird gemeinsam mit den Regierungsvertretern der Südosteuropa-Initiative der Europäischen Union stattfinden. Dadurch wird die Umsetzung der Schlussfolgerungen und Empfehlungen der Konferenz begünstigt.

Konferenzort: Universität Graz, Universitätsplatz 3, 8010 Graz, Aula
Konferenzbüro: Tel. 0316/380-1000, Fax: 0316/380-1006
Kontakt: 0676/5166842 (Sebastian Reinfeldt)

(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Elisabeth Halvax,
Tel. 01 / 531 20 - DW 5013

Unterrichtsministerium,

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MUN/MUN