AK gegen Anhebung der Telefongrundgebühren

Wien (OTS) - Die AK lehnt die Anhebung der Telekom
Grundgebühren, wie das Telekom Control Geschäftsführer Otruba angekündigt hat, ab. AK Direktor Werner Muhm: Eine weitere Erhöhung der Grundgebühren würde auch bei einer gleichzeitigen Senkung der Gesprächstarife - wie bereits bei der Tarifreform -jene treffen, die wenig telefonieren: und das sind vor allem einkommensschwächere Arbeitnehmerhaushalte. Die Telekom-Control soll unternehmenspolitische Entscheidungen der Telekom Austria genehmigen, sie aber nicht vorwegnehmen, so Muhm. ****

Die AK spricht sich strikt gegen eine Anhebung der Telekom Grundgebühren aus. Für AK Direktor Werner Muhm ist die von Telekom-Control Geschäftsführer Otruba angekündigte Erhöhung daher unakzeptabel. "Dadurch werden - wie bereits bei der Tarifreform -abermals Wenigtelefonierer und einkommensschwache Haushalte benachteiligt," sagt Muhm. Gesetzliche Aufgabe der Telekom Control sei es, von der Telekom Austria geplante Tarifänderungen zu genehmigen, nicht aber sie vorwegzunehmen und sich damit in die Unternehmenspolitik einzumischen.

"Eine weitere Anhebung der Grundgebühren würde auch bei einer gleichzeitgen Senkung der Gesprächstarife wiederum diese Bevökerungsgruppen treffen, weil sie die höheren Fixkosten nicht durch weniger Gesprächsgebühren kompensieren könnten," meint Muhm. Gewinner wären Unternehmen und Kunden, die viel telefonieren.

Durch den Universaldienst - wie im Telekomgesetz vorgesehen - muß eine flächendeckende Versorgung von Telekommunikationsleistungen
zu erschwinglichen Preisen für alle gewährleistet sein. "Ein Preiskampf, der auf den Rücken der wenigtelefonierenden Kunden ausgetragen wird, widerspricht dem und ist aus sozialpolitischen Gründen strikt abzulehnen," bekräftigt Muhm.

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