Maderthaner verlieh Ehrenmedaille der WKÖ an Prof. Otmar Koren

Festakt anläßlich des 50-jährigen Berufsjubiläums und 80. Geburtsags im österreichischen Gewerbeverein

Wien (pwk) - WKÖ-Präsident Leo Maderthaner hat am Dienstag abend den langjährigen Leiter des Alpenländischen Kreditorenverbandes für Kreditschutz und Betriebswirtschaft, Prof. Otmar Koren, mit der höchsten Auszeichnung der Wirtschaftskammer Österreich, der Großen Golden Ehrenmedaille, geehrt. Im Rahmen eines Festaktes anläßlich des 50-jährigen Berufsjubiläums und 80. Geburtstags von Prof. Koren im österreichischen Gewerbeverein würdigte Maderthaner den Jubilar als "unermüdlichen Forschergeist, dem der gewerbliche, unternehmerische Mittelstand besonders am Herzen liegt und der sich mit seinem profunden Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge sein Leben lang dem Gläubigerschutz, der Krisenprävention und der Vorbeugung von Insolvenzen gewidmet hat". ****

Koren ist kein reiner Theoretiker. Bereits in jungen Jahren sammelte er nach seiner Ausbildung als Industriekaufmann mehrere Jahre lang wertvolle Erfahrungen in der heimischen Industrie, bevor er sich nach fünfjähriger Kriegsgefangenschaft und dem Abschluß seines Studiums an der Hochschule für Welthandel zielstrebig dem Aufbau seiner eigenen Existenz widmete. 1949 übernahm Koren die Leitung des Alpenländischen Kreditorenverbandes für Kreditschutz und Betriebswirtschaft, den er in Richtung eines umfassenden, konstruktiven Gläubigerschutzes, ausgerichtet auf die ganzheitliche Betrachtungsweise mittelständischer Unternehmungen, umbaute. Koren stützte sich dabei auf seine intensiven Studien zur Erforschung betrieblicher und außerbetrieblicher Fehlerquellen mit einer umfassenden Analysearbeit in hunderten von Betrieben.

Bereits 1958 ließ der gebürtige Grazer mit seinen Thesen zur Entwicklung der europäischen Integration und der Absicherung der Lebensfähigkeit gewerblicher und industrieller Mittelbetriebe aufhorchen. Mit seiner regen Forschungstätigkeit und zahlreichen Veröffentlichungen, vor allem auf dem Gebiet der Krisenforschung, von der Frühdiagnose insolvenzgefährdeter Unternehmen bis zur Sanierung, legte Koren immer auch ein Bekenntnis zur funktionierenden Marktwirtschaft und einer konstruktiven Sozialpartnerschaft ab. Als einer der wenigen prangerte er schon früh die Politik der verstaatlichten Industrie an. Sein Credo: Nur erfolgreiche, privatwirtschaftlich geführte Unternehmen können die Existenzsicherung für alle schaffen.

Als Experte der Insolvenzrechtsreformkommission hatte Koren einen nicht unwesentlichen Anteil am Insolvenzrechständerungsgesetz 1982 und der Insolvenzrechtsreform 1997, vor allem was das Unternehmemensreorganisationsgesetzt (URG) betrifft.

Für seine jahrzehntelange, auf wissenschaftlicher Grundlage geführte Insolvenz- und Krisenursachenforschung und seinen unermüdlichen, selbstlosen Einsatz für die Belange der Wirtschaft unseres Landes, wurde Prof. Otmar Koren, der ganz nebenbei seit 40 Jahren Funktionär in der Wirtschaftskammerorganisation ist, u.a. mit dem silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und der Julius-Raab-Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Österreich ausgezeichnet.
(Schluß) MH

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