A1: Mit Sofortprogramm Qualität in Wien stabilisiert Mobilkom fordert unbedingt 1800er-Frequenzen

Wien (OTS) - Die bestehenden Frequenzressourcen der Mobilkom
Austria AG im 900 MHz-Band in Wien erreichen durch die rasante Kundenentwicklung mit Ende des Jahres die Kapazitätsgrenze. Die Telekom Control Kommission hat der Mobilkom ab 1. Jänner 1999 2x5 MHz im 1800er-Frequenzband zugesprochen. Der Mitbewerber Connect hat daraufhin gegen eine Zuteilung der 1800 Frequenzen beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) Beschwerde eingelegt. Bis zu einer Entscheidung des VfGH kann die Mobilkom nun die ihr zugeteilten 1800 Frequenzen vorerst nicht nutzen. Die Mobilkom drängt jetzt auf eine rasche Entscheidung. Eine längere Verzögerung würde enorme Verluste bedeuten.

Die Mobilkom verzeichnete mit Jahresanfang 98 690.000 Kunden im A1 Netz und rechnet bis Jahresende mit einem Anstieg auf ca. 1,3 Millionen Kunden. Dieser Kundenzuwachs erfordert aus technischer Notwendigkeit heraus die Zuteilung von zusätzlichen Frequenzen im 1800er-Frequenzband. Vor allem in Stadtgebieten stößt die Dichte des Makro- und Mikronetzes auf ihre physikalischen Grenzen. Die Telekom Control Kommission hat daher der Mobilkom im heurigen August die beantragten 2x5 MHz im 1800er-Frequenzband zugesprochen. Dies mit der Einschränkung, daß die zusätzlichen Kapazitäten erst ab 1. Jänner 1999 und nur in Wien benutzt werden dürfen.

Um die Situation bis dahin in Wien stabil zu halten, wurde im A1-Netz ein Sofortprogramm zur Qualitätsverbesserung gestartet. Mit Anfang November wurde eine neue Technologie (Fractional Frequency Reuse) für eine verbesserte Frequenznutzung in Betrieb genommen. Bis Jahresende werden weitere 50 Funkstationen alleine in Wien in Betrieb genommen. Zusätzlich wird bis Ende November die Software zur Verbesserung der Sprachqualität (EFR Enhanced Fullrate ) implementiert, die bereits in Kärnten und in der Steiermark erfolgreich eingesetzt ist.

Über den Zeitpunkt Jänner 1999 hinaus läßt sich jedoch dieses Sofortprogramm im 900er-Frequenzband nicht mehr erweitern. Heinz Sundt, Generaldirektor der Mobilkom, hofft auf eine Entscheidung des VfGH noch im Dezember: "Wir hätten die 1800er-Frequenzen bereits im Oktober benötigt. Ohne diese Frequenzen wird die Qualität des Netzes einen kritischen Wert erreichen, der mittelfristig eine kommerzielle Vermarktung in Frage stellen würde." Von einem Dienstleistungsunternehmen erwarten Kunden vor allem aber hohe Qualität. Generaldirektor H. Sundt weiter: "Unsere Kunden haben ein Recht auf beste Qualität. Eine Verzögerung der Entscheidung durch VfGH bedeutet einen enormen Schaden für mehr als eine Million Kunden und die gesamte Volkswirtschaft."

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Tel: (1) 331 61-27 00MOBILKOM AUSTRIA AG

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