Gehrer: Mehr Autonomie für Pädagogische Akademien

Entwurf für neues Akademie-Studiengesetz geht in Begutachtung

Wien (OTS) Im vergangenen Studienjahr hat eine Expertengruppe
im Auftrag von Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer eine grundlegende Reform der Pädagogischen Akademien in Angriff genommen. Der Entwurf eines neuen Akademie-Studiengesetzes, der
sich an den Grundsätzen der Autonomie und Deregulie-rung
orientiert und den Akademien im Studienrecht eine hochschulartige Struk-tur ermöglicht, liegt nun vor und wird vom Unterrichtsministerium zur allgemeinen Begutachtung ausgesandt. Gehrer: "Durch die um vieles höhere Flexibilität in der Studiengestaltung und in der Planung, durch mehr Autonomie und Subsidiarität soll den internationalen Entwicklungen der letzten Jahre in einem hohen Ausmaß Rechnung getragen werden." ****

Die Zielsetzungen und Detailregelungen wurden in zahlreichen Gesprächen mit Mitarbeitern der betroffenen Institutionen erarbeitet. Wesentliche Punkte dieses Akademie-Studiengesetzes
sind:

  • Die Zusammenfassung und Vereinfachung der bestehenden Studienvor-schriften.
  • Der Abbau von Detailregelungen und Genehmigungsverfahren.
  • Die Stärkung der eigenen Verantwortung der Akademien.
  • Die Selbstständigkeit bei der Gestaltung der Studienpläne.
  • Die Verbreiterung des Ausbildungsspektrums.
  • Die Verankerung der berufsfeldbezogenen Forschung.
  • Die Kooperationsverpflichtung zwischen den Akademien mit anderen Bildungseinrichtungen zur effizienten Gestaltung der Angebote.

Das neue Akademie-Studiengesetz soll die zahlreichen Erlässe
und Verordnungen des Unterrichtsministeriums ersetzen. Den
Akademien wird so viel Eigenverantwortung übertragen, wie dies bei optimaler Ausnützung der verfassungsmäßigen Grundsätze möglich ist. Dies entspricht der bereits in den letzten Jahren
eingeleiteten Entwicklung, die Ent-scheidungen zu den Akademien selbst zu verlagern.

Das Gesetz ist ein erster wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einer pädagogischen Hochschule. Die Begutachtungszeit läuft bis 31. Jänner 1999.
(Schluss)

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