Dirnberger: Landesregierung beschließt neue Pendlerhilfe ab 1.1.1999

ÖAAB-Pendlerforderung für alle Niederösterreicher bis zum mittleren Einkommen durchgesetzt

St. Pölten (OTS) - Die Landesregierung beschließt heute die ÖAAB-Forderung nach Erhöhung der Pendlerhilfe für alle Niederösterreicher bis zum mittleren Einkommen. AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger: "Die Forderung von ÖAAB-Landesobmann Michael Spindelegger und von mir ist vor dem Hintergrund der steigenden Kosten für die Pendler sowohl bei öffentlichen wie privaten Verkehrsmitteln zu sehen. Gleichzeitig ist die berufliche Mobilität heute vielfach die Voraussetzung für einen Job".

Die neuen monatlichen Familieneinkommenshöchstgrenzen:

Für den 1. Erwachsenen S 19.500,--
für den 2. Erwachsenen
(Ehegatte oder Lebensgefährte) S 15.600,--
für Alleinerzeiher/innen S 23.200,--
für jedes Kind bis 6 Jahren S 5.200,--
für jedes Kind von 7 bis 14 Jahren S 5.900,--
für jedes Kind ab 15 Jahren
(solange Familienbeihilfe bezogen) S 6.500,--

Die Mindestentfernung beträgt 25 km.

Förderungshöhe pro Jahr: 1/3 des Preises von 11 Monatsstreckenkarten der ÖBB.

Die Antragsformulare sind bei den Gemeinden, der Bezirkshauptmannschaft und dem Amt der NÖ Landesregierung erhältlich.

Pendlerpauschale des Bundes gerechter gestalten

AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger richtet aber auch eine Forderung der Pendler an den Bund: Die Umwandlung des steuerlichen Pendlerpauschales des Bundes in einen Absetzbetrag. Im Gegensatz zur Pendlerhilfe des Landes wirke, so Dirnberger, das Pendlerpauschale des Bundes negativ für die kleinen Einkommensbezieher. So habe ein Pendler bei einem Bruttogehalt von S 25.000,-- einen steuerlichen Vorteil von S 305,80, bei einem Bezug von 15.000,-- aber nur einen von S 194,-- monatlich. Dirnberger: "Bei gleich hohen Fahrtkosten pro Kilometer ist das eine nicht weiter hinzunehmende Benachteiligung, strukturell gegen die Frauen mit geringerem Einkommen gerichtet. Ich hoffe, daß der Bund der beispielhaften, raschen Initiative der in Niederösterreich ressortzuständigen Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop folgt und die Pendlerförderung sozial ausrichtet".

Rückfragen & Kontakt:

AK NÖ, Alfred Dirnberger
Tel.: 01/588 83-1706

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