Strategien für Stärkung der Region für die EU-Osterweiterung

Naherholung und Regionales Innovationszenrum als Chance

St.Pölten (NLK) - Das Zweite Symposion in Mistelbach zum Thema der Landentwicklung beschäftigte sich gestern mit Strategien für eine Stärkung der Region im Hinblick auf die EU-Ost-erweiterung. Der Arbeitskreis Landentwicklung Mistelbach arbeitete gemeinsam mit der Stadtgemeinde Mistelbach und bestehenden Organisationen und Initiatoren an zukunftsorientierten, realisierbaren Konzepten zur Landschaft, Landwirtschaft und Nahversorgung, regionale Wertschöpfung und anderen verwandten Bereichen. Ziel war es, die Bedingungen für die im Raum Mistelbach lebende Bevölkerung zu verbessern und Strategien für die Osterweiterung zu erarbeiten. Die Veranstaltung erfolgte gemeinsam mit dem NÖ Landschaftsfonds, der Agrarbezirksbehörde und der Landwirtschaftlichen Fachschule Mistelbach und deren Absolventenverband. Die Impulsreferate hielten Univ.Prof. Dr. Heinz Wohlmeyer, Hofrat Dipl.Ing. Peter Schawerda und Mistelbachs Ortschef Ing. Christian Resch. Die Referate stammten von Hofrat Dr. Gerhard Silberbauer, der sich vor allem mit der Raumordnung beschäftigte sowie von den Landesräten Dr. Hannes Bauer und Franz Blochberger.

Von der Planungsphase müsse man jetzt verstärkt in die Umsetzungsphase eintreten, sagte Landesrat Dr. Hannes Bauer in seinem Referat. Die Landentwicklung könne hier als konkretes Projekt über die Region hinaus wirken. Er ging besonders auch auf den Hochwasserschutz in der Landschaft ein und meinte, man habe diese früher ausgeräumt. Jetzt gelte es, die Landschaft wieder "einzuräumen". Die Landschaft müsse wieder mehr als Erlebnis gelten. So verfolge man beispielsweise das Konzept von Reitwegen, und besonders Radwege seien als österreichische Komponente zu ausländischen Projekten noch mehr als bisher zu beachten.

In Niederösterreich würden derzeit 32 Landentwicklungsprojekte laufen, die durch den Landschaftsfonds finanziert werden, sagte Landesrat Franz Blochberger. Pflege und Gestaltung der Landschaft sei in erster Linie durch die Beteiligung der Bauern möglich. Auch im Weinviertel laufe eine Reihe von Landentwicklungsprojekten. So habe er in der vergangenen Woche in Ziersdorf an einer Diskussion über das Projekt Schmidatal teilgenommen, das zu einer Grünoase gestaltet werden soll. Die Landwirtschaftliche Fachschule Mistelbach wiederum sei auf das Marketing spezialisiert. Zwischen den Fachschulen im Mistelbach, Edelhof und Hollabrunn sei man besonders bemüht, die Freilandschweinehaltung zu forcieren.

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