Blutiges Wochenende für Kojoten

Wien (OTS) - Freitag, der 13: an diesem Tag beginnt im US-Bundesstaat Wyoming, rund um Rawlins, der Coyote Hunt
(= Kojotenabschuß). Zu diesem blutigen Spektakel reisen alljährlich Jäger aus ganz Amerika an, um für ein geringes Preisgeld ein Wochenende lang Kojoten abzuknallen. Im Vorjahr kostete dies 242 Tieren das Leben. Offiziell wird das Massaker als Dienst an der Öffentlichkeit getarnt, gilt der Kojote doch als gemeiner Viehdieb.

13.-15. November: Rawlins, Carbon County, Wyoming: zum mittlerweile 7. Mal finden sicher heuer Jäger und Hobbyschützen aus ganz Amerika ein, um gegen geringes Aufgeld ihrer Lust am Töten zu frönen. Daß ein Massaker dieser Art überhaupt über die Bühne gehen kann, spiegelt das katastrop= hale Image wieder, das dem Kojoten in den USA immer noch anhaftet. Von der Jagd- und Rancherlobby geschickt lanciert, gilt er weiterhin als Viehkiller und Wildmörder.

Mag. Alexander Willer, Canidenreferent des TIERHILFSWERK AUSTRIA:
"Wissenschaftliche Studien haben längst mit Vorurteilen aufgeräumt und bewiesen, welch wichtige Rolle dem Kojoten im Ökosystem zukommt. Was in Wyoming ansteht, ist nichts weiter als ein sinnloses Gemetzel, das die Sozialstruktur der Kojotenpopulation zerstört und in Folge zu streßbedingter verstärkter Vermehrung führt. Für die Umwelt ein Desaster. Das THWA legt bei der amerikanischen Botschaft scharfen Protest ein."

Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Befähigungen sind bei diesem Tiermord nicht gefragt. Ballern darf, wer Lust dazu hat. Ein weiteres trauriges Kapitel des Jagdtourismus."

Andrea Lococo, The Fund for Animals: "Der Coyote Hunt muß in Hinkunft verhindert werden und sei es nur durch das Argument des "guten Rufes". Denn ökonomisches Wachstum einer Region hängt immer mehr mit Reputation zusammen."

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Mag. Alexander Willer,

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