Cerwenka: Berggesetz - wenn Farnleitner wortbrüchig wird, dann droht in NÖ eine Umweltkatastrophe

Offene Verfahren müssen nach den neuen Regelungen abgewickelt werden, umfassende Parteistellung für Anrainer, Gemeinden und Länder muß gewahrt werden

St. Pölten, (SPI) - "Jetzt reichts! Wenn VP-Wirtschaftsminister Farnleitner beim in der Koalitionsregierung paktierten Berggesetz umfällt und die Bestimmungen neuerlich zu Lasten der Umwelt und des Naturschutzes verwässert, dann droht in Niederösterreich eine Umweltkatastrophe. Ein neues Berggesetz wäre dann absurd - denn wenn die zahlreichen eingebrachten Abbauansuchen noch zu den alten Bestimmungen behandelt werden sollen, dann können wir gleich alle Aulandschaften und Erholungsgebiete in Niederösterreich umgraben lassen", ist der Tullner SP-Landtagsabgeordente Helmut Cerwenka empört über den VP-Wirtschaftsminister.****

"Alle eingebrachten Ansuchen um Abbaubewilligungen müssen nach den viel strengeren neuen Bestimmungen abgewickelt werden können. Weiters darf die 300-Meter-Verbotszone keinesfalls fallen - denn die Gemeinden und die Bevölkerung haben sich auf das Wort des VP-Ministers verlassen", so Cerwenka. Gesundheit und Lebensqualität dürfen nicht den Interessen der Schotterlobby geopfert werden. Farnleitner muß an seine Verantwortung gegenüber der Bevölkerung erinnert werden.

Nun ist auch Landeshauptmann Erwin Pröll gefordert, seinen Parteikollegen an seine Versprechen zu erinnern. In Niederösterreich sind viele Naherholungsräume und ökologisch intakte Aulandschaften in Gefahr, für immer in eine Kraterlandschaft verwandelt zu werden. Den lärm- und staubgeplagten Anrainern von Schottergruben droht die Gefahr, daß man ihnen bis zu ihrer Grundstücksgrenze die Umgebung "abgräbt". "Jetzt reichts, Herr Wirtschaftsminister - halten Sie ihre Versprechen und handeln Sie im Sinne der Natur und der Bevölkerung. Sonst könnten Sie sich mit Protestmaßnahmen konfrontiert sehen, die Sie heute vielleicht nicht für möglich halten. Wir lassen uns jedenfalls die Zwentendorfer Au nicht nehmen - vorher werden Sie ihren Hut nehmen müssen", so Cerwenka abschließend.
(Schluß) fa

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200

Landtagsklub der SPÖ NÖ

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN