A.S. Creation Tapeten AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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A.S. Creation Tapeten AG mit starkem Inlandswachstum in den ersten neun Monaten 1998

Ergebnis per 30. September 1998 Finanzkrise in Rußland beeinträchtigt

Auslandsumsatz und Ergebnis im dritten Quartal - A.S. Creation erwartet für 1998 ein Ergebnis deutlich unter Vorjahr Zwischenbericht über die Geschäftsentwicklung zum 30. September 1998 der A.S. Creation Tapeten AG, Gummersbach

Umsatzentwicklung
Bis zum 30. September 1998 stieg der konsolidierte Nettoumsatz im Konzern um 12,2% auf 151,62 Mio. DM, verglichen mit dem Vorjahreswert von 135,08 Mio. DM. Das Konzernwachstum wurde dabei insbesondere durch das weiterhin überdurchschnittlich stark wachsende Inlandsgeschäft getragen, das mit einem Nettoumsatz von 70,01 Mio. DM um rund 32,1% über dem Vorjahreswert von 53,0 Mio. DM lag. In Deutschland entwickelte sich A.S. Creation damit deutlich besser als der übrige Tapetenmarkt, der in den ersten drei Quartalen des Jahres lediglich um ca. 7% wuchs. Ohne den Beitrag der Tochter indes Wohntextil GmbH, die zum 1. November 1997 erworben wurde, lag das inländische Wachstum bei rund 19,5%. Der Auslandsumsatz im Konzern war in den ersten neun Monaten 1998 mit 81,61 Mio. DM auf Vorjahresniveau. Trotz des Rußlandausfalls erwartet A.S. Creation einen Gesamtumsatz im Konzern für dieses Jahr leicht über Vorjahr.

Im dritten Quartal ging der Konzernumsatz durch die Auswirkungen der russischen Finanzkrise um 4,7% auf 46,6 Mio. DM im Vergleich zum Vorjahresquartalswert von 48,9 Mio. DM zurück. Dem anhaltenden Wachstum in Deutschland, das allein in diesen drei Monaten 25,1% betrug, stand ein um 18,9% geringerer Gesamtumsatz im Ausland gegenüber.

Ertragslage
Zum 30. September 1998 weist der Konzern ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 9,81 Mio. DM vor IPO-Kosten aus und verzeichnet damit einen Rückgang um minus 14,1% im Vergleich zum Vorjahreswert in Höhe von 11,42 Mio. DM. Das Ergebnis ist dabei durch den Ausfall des Rußlandgeschäfts im dritten Quartal belastet, was zu einem erheblichen Rückgang des KonzernErgebnisses in diesen drei Monaten geführt hat. Die unverzüglich nach dem Rußland-Ereignis eingeleiteten Kostenanpassungsmaßnahmen werden sich erst in 1999 in voller Höhe auswirken.

Weiterhin enthält das Ergebnis die planmäßigen Anlaufverluste der Tochter indes aufgrund von Vorinvestitionen in Mustermaterial. Bei indes zeichnet sich zum vierten Quartal wie erwartet das Ende der Anlaufverluste ab. Bereits ab September meldet die Tochter eine deutlich verbesserte Auftragslage. Hierzu beigetragen hat auch der Austausch des Managements mit Wirkung zum 1. Oktober 1998.

A.S. Creation Tapeten AG

Nettoumsatz Konzern zum 30.9.97*: 135,08 Mio. DM, zum 30.9.98:
151,62 Mio. DM (Veränderung +12,2%)

Nettoumsatz Inland zum 30.9.97*: 53,00 Mio. DM, zum 30.9.98:
70,01 Mio. DM (Veränderung +32,1%)

Nettoumsatz Ausland zum 30.9.97*: 82,07 Mio. DM, zum 30.9.98:
81,61 Mio. DM (Veränderung -0,6%)

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Konzern zum 30.9.97*: 11,42 Mio. DM, zum 30.9.98: 9,81** Mio. DM (Veränderung -14,1%)

* ohne indes Wohntextil GmbH (Erwerb zum 1. November 1997)

** vor IPO-Kosten

Situation in Rußland Mit der Eskalation der Finanzkrise in Rußland Ende August wurden die Exportaktivitäten von A.S. Creation, wie auch von vielen anderen deutschen Unternehmen, vom dortigen Markt abgeschnitten. Im Zuge der Beendigung der Exklusivitätsvereinbarung mit dem russischen Kunden hatte das Unternehmen bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfolgreich damit begonnen, eine breitere Kundenbasis im russischen Markt aufzubauen. Aufgrund der einsetzenden Stablisierung in Rußland können die Exportaktivitäten im November dieses Jahres zunächst in geringem Umfang wieder aufgenommen werden. Die mit der Ad-HocMeldung vom 27. August 1998 angekündigte Rückführung der hohen Überstundenleistung und Lohndruckaufträge auf Normalniveau wird zunächst aufrechterhalten und trägt positiv zur Senkung der Personal- und Materialkostenquote bei. Darüber hinaus wurden Personalanpassungen durchgeführt.

Eventuelle finanzielle Risiken im Zusammenhang mit der Rußlandkrise wurden durch Rückstellungen in der Bilanz abgesichert bzw. im vorliegenden Ergebnis berücksichtigt.

Ausblick

Für das vierte Quartal 1998 erwartet der Vorstand, auch
unter Berücksichtigung des saisonal geprägten Käuferverhaltens, eine

weiterhin überproportionale Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Inland. Im Ausland wird sich der prozentuale Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr durch den Wegfall der Rußlandumsätze deutlich ausweiten. Zur Verstärkung des Inlandswachstums ist in diesem Herbst die erfolgreiche Endverbraucher-Werbekampagne fortgesetzt worden. In

den letzten Monaten hat A.S. Creation eine neue Wandbekleidung entwickelt. Diese Produktinnovation, die erste farbig bedruckte und heißgeprägte Vliestapete, stellt eine deutliche Produktverbesserung im Vergleich zur normalen Tapete dar. Das neue Produkt ist PVC- und glasfaserfrei, prägestabil und bietet dem Verbraucher eine erhebliche Vereinfachung in der Verarbeitung. Das Produkt "Go Stabil" wird dem Handel anläßlich der Messe Heimtextil in Frankfurt im Januar 1999 präsentiert. A.S. Creation wird die Endverbraucher Werbekampagne im nächsten Jahr komplett auf "Go Stabil" konzentrieren.

Die Investitionen laufen planmäßig. Die erste der drei von der Firma Borges erworbenen Maschinen ist inzwischen angelaufen, die zweite wird noch in diesem Jahr die Produktion aufnehmen. Die dritte Maschine wird wie vorgesehen bis Ende Februar 1999 betriebsbereit sein. Auch die im Bau befindliche Erweiterung des Hochregallagers in Wiehl- Bomig wird termingerecht realisiert sein.

Die Stärkung des Auslandsgeschäftes wird durch die intensive Weiterentwicklung der westeuropäischen Märkte sowie der USA vorangetrieben. Deutliches Marktpotential bieten vor allem Frankreich und Großbritannien, wo A.S. Creation seit 1997 mit einer eigenen Vertriebstochter aktiv ist. Aufgrund der sehr guten Entwicklung in diesen Märkten geht der Vorstand auch unter Berücksichtigung der erschwerten Situation in Rußland davon aus, daß das Gesamtjahr 1998 mit einem noch deutlich positiven Ergebnis

abgeschlossen werden kann. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapitalausstattung sowie der positiven Ertragserwartungen auf mittlere Sicht erwägt der Vorstand, dem Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 1998 eine deutlich höhere Ausschüttungsquote als die beim Börsengang avisierten 50% des Jahresüberschusses zugrundezulegen.

Ende der Mitteilung
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