AMON: Auf menschliche Bedingungen wird in der derzeitigen Bundesheerdiskussion ganz vergessen.

AMON fordert bessere Ausrüstung für Präsenzdiener!

Wien (OTS) - Der Bundesobmann der Jungen ÖVP und Abg. z. NR Werner AMON weist darauf hin, daß in der zur Zeit stattfindenden Debatte um die schlechte Situation des Bundesheeres der menschliche Bereich völlig ausgespart bleibt. "Man prangert zwar die personelle Erschöpfung und die schlechte Ausrüstung im Luftbereich an, aber über die veraltete und schlechte Ausrüstung von Präsenzdienern wird geschwiegen." Obwohl AMON es positiv findet, daß das Bundesheer 20.000 neue Kunststoffhelme und 20.000 neue Splitterschutzwesten einsetzen wird, hofft er, daß dies bald umgesetzt wird.

"Trotz alledem sind die Uniformen, die noch den Standards von 1975 entsprechen, längst überholt. Auch im internationalen Vergleich schneiden die derzeitigen Ausrüstungen für Präsenzdiener schlecht ab:
der in den Uniformen enthaltene Kunststoff erweist sich als sehr gefährlich, da er sich bei Feuer leicht entzündet und in die Haut einbrennt. Heutzutage gibt es aber bereits Materialien, die eine solche Gefahr vermindern."

Außerdem schlägt AMON, Mitglied des Landesverteidigungsausschusses, vor, die schweren Lederstiefel gegen das moderne, bequeme Gore-Tex Material auszutauschen.

AMON ist davon überzeugt, daß man bei der Ausrüstung der Person beginnen soll, Reformen zu setzen. "Durch eine gute moderne Ausrüstung könnte man den Heeresdienst für viele attraktivieren und es könnte ein Ansporn für bessere Leistungen sein." Erst dann kann man, so AMON, weitere Schritte in Richtung Heeresreform tun.

Die Kosten für eine solche Ausrüstung (neuer Feldanzug in mehrfacher Ausführung samt Schuhwerk) für bis zu 60.000 Mann/ Frau beziffert AMON mit max. öS 600 Mill., die er aus dem noch zu erwarteten Erlös aus Verkäufen des Heeresimmobilienbestandes bedeckt sieht.

AMON schließt mit dem Argument, daß nur eine gute Ausrüstung auch motivierte Soldatinnen und Soldaten gewährleistet.

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