Egerer begrüßt Prokop-Initiative "Kinderschutz vor sexueller Gewalt"

Niederösterreich, 8.11.1998 (NÖI) "Die Aktion 'Gegen sexuelle Gewalt an Kindern' von Landeshauptmannstellvertreterin Liese
Prokop wird dazu beitragen, daß bei derartigen Problemen landesweite Hilfe rasch und unbürokratisch ermöglicht wird. Aufgrund der steigenden Zahl von Fällen bei der Niederösterreichischen Kinder- und Jugendanwaltschaft ist auch in Niederösterreich Handlungsbedarf", erklärte LAbg. Maria Luise Egerer.****

Ein Maßnahmenpaket wurde daher ausgearbeitet und beinhaltet folgende Eckpfeiler:
Ab 1999 sollen in Niederösterreich drei neue Kinderschutzzentren gebaut werden.
Krankenhäuser mit Kinderabteilungen sollen künftig über "Kinderschutzgruppen" verfügen. Neben Medizinern werden dann auch Psychologen und Sozialarbeiter zur Betreuung der Opfer zur Verfügung stehen.
Bei Gericht sollen mißbrauchte Kinder und Jugendliche ebenfalls
von Psychologen unterstützt werden. Die Niederösterreichische Rechtsanwaltkammer wird sich darüber hinaus vertraglich verpflichten, daß Rechtsanwälte Opfer sexuellen Mißbrauchs unentgeltlich vertreten.
Geplant sind weiters Fortbildungsseminare für Berufsgruppen, die
im Umfeld von Kindern arbeiten. So zum Beispiel Lehrer und Kindergärtnerinnen.

"Diese Maßnahmen werden einen wertvollen Beitrag dazu leisten, daß den Opfern dieser schrecklichen Verbrechen zumindest zu ihrem Recht verholfen wird und ihre psychologische Betreuung optimal erfolgt", betonte Egerer.
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