ÖVP-PFEIFFER: Bundesverkehrswegeplan für Wien unannehmbar

Einems Masterplan ist Fortsetzung des Desasters von Helsinki

"Der von Bundesminister Einem vorgelegte Masterplan hat derartig viele gravierende Fehler, daß er am besten zurückgezogen werden sollte", meinte heute der Vorsitzende des
Gemeinderatsausschusses für Planung und Zukunft, LAbg. Gerhard PFEIFFER.
"Insbesondere für Wien ergeben sich durch das Fehlen einer Nord-Ost-Umfahrung, einer Koordinierung der Bundesbahnterminals im
Rahmen eines multimodalen Verkehrsknotens mit dem Wiener Hafen
und Flughafen sowie durch die mangelnde Berücksichtigung der EU-Osterweiterung schwerwiegende Nachteile, die nicht akzeptiert
werden können." *****

Bei der gesamteuropäischen Verkehrstagung im Juni 1996 in
Helsinki hatte es Bundesminister Einem vorgezogen, anstelle in
der Arbeitsgruppe "Verkehrswege" bei der Arbeitsgruppe "Umwelt" mitzuarbeiten. Dementsprechend waren die Ergebnisse: Dort wurde festgehalten, daß Österreich großräumig durch die Korridore der EU-Erweiterungsländer umfahren wird.

"Dies bedeutet gravierende Gefahren für die Wirtschaft der
Region Wien-Niederösterreich-Burgenland: Wenn es nicht gelingt
Wien zu einem multimodalen Verkehrsknoten auszubauen, der alle Verkehrsträger sinnvoll miteinander vernetzt, erleidet die Wirtschaft Wiens wesentliche Standortnachteile." Produktion und Handel seien neben dem Fremdenverkehr sehr wichtige Wirtschaftszweige Wiens, benötigten aber eine funktionierende Infrastruktur, um in der internationalen Konkurrenz bestehen zu können.

Das Fehlen einer Nord-Ost-Umfahrung Wiens würde darüber hinaus
zu einer unzumutbaren Erhöhung der Verkehrsbelastung für die Wiener Bevölkerung führen.

Weiters kritisiert PFEIFFER, daß der Masterplan lediglich ÖBB
und Bundesstraßen behandelt und zu den Verkehrswegen Wasser und Luft keine näheren Angaben macht.
Es habe ebensowenig eine Abstimmung mit der Bundeswasserstraßenverwaltung wie mit dem
Wirtschaftsministerium, obwohl dort die Kompetenz für Bau,
Betrieb und Finanzierung für Bundesstraßen liegt.

PFEIFFER: "Für den Bereich der Region Wien sollte Einem besser
die von mir beantragte
TEN-Koordinierungskommission Wiens (Transeuropäische Netze) arbeiten lassen, anstelle halbausgegorene Masterpläne zu präsentieren, die für Wien nur Nachteile bringen."

(schluß)

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