St. Pölten in Berlin

Landeshauptstadt zeigt es der Bundeshauptstadt

St. Pölten/Berlin (NLK) - St. Pölten präsentiert sich bereits zum zweiten Mal in Berlin: Noch bis 6. Dezember ist die Ausstellung "Geburt einer Hauptstadt" der NÖPLAN in der renommierten Architekturgalerie Aedes zu sehen, die gestern abend vom ehemaligen Landtagspräsidenten Mag. Franz Romeder eröffnet wurde. Gezeigt wird das fertige Landhausviertel und der NÖ-Kulturbezirk auf 38 Bildtafeln. Auch der aktuellste Stand der Planungen zum Landesmuseum und zum Stadion können besichtigt werden. Die Ausstellung will den Berlinern näherbringen, wie Österreichs größtes und anspruchsvollstes Hochbauvorhaben in die Tat umgesetzt wurde. Bekanntlich werden im nächsten Jahr Parlament und Regierung von Bonn nach Berlin übersiedeln. Nach Berlin, Mailand, Prag, Brüssel, Buenos Aires, Brünn, Cannes und Göteborg soll die St. Pölten-Ausstellung auch in München, Bozen, Luxemburg und vielleicht in Peking präsentiert werden. Das St. Pölten-Projekt ist der Auftakt einer Präsentation österreichischer Architektur in der Stadt an der Spree. So errichtet beispielsweise Prof. Hans Hollein die neue österreichische Botschaft. Die Firma Waagner-Biro fertigte die Kuppel im Reichstagsgebäude. "Selten zuvor hat ein Stadtplanungsprojekt solche Bedeutung wie St. Pölten gefunden", sagte NÖPLAN-Vorstandsvorsitzender DI Norbert Steiner. Außerdem würden österreichische Architekten auf diese Weise die Gelegenheit haben, ihr Können in ganz Europa zu zeigen. Franz Romeder wies auf die vielen Gemeinsamkeiten von Berlin und Niederösterreich hin. Beide Länder seien vom Rand Europas in die Mitte gerückt. Die Hauptstadtprojekte seien nicht nur eine große Herausforderung, sondern würden auch enorme wirtschaftliche Impulse mit sich bringen. "Wenngleich die Projekte von ihrer Größe her nicht vergleichbar sind, können sich die Berliner doch einiges von den Niederösterreichern abschauen", meinte Romeder. Zum Vergleich: An der größten Baustelle Europas werden noch bis 2005 jährlich 35 Milliarden DM investiert, das ist das Vierfache des Budgets der Republik Österreich.

Zur beispielhaften und modernen Architektur der Landeshauptstadt St. Pölten gehört auch das neue ORF-Landesstudio Niederösterreich, das von Gustav Peichl entworfen wurde. Der ehemalige Intendant des Landesstudios, Dr. Paul Twaroch, stellte in Berlin eine Broschüre über das jüngste ORF-Funkhaus Österreichs vor.

Aber nicht nur österreichische Architektur kommt in Berlin gut an, auch einige Unternehmer schafften in der neuen deutschen Bundeshauptstadt den Durchbruch. Beispielsweise macht die Firma FMW aus Kirchstetten zehn Prozent ihres jährlichen 80-Millionen-Umsatzes in Deutschland. FMW hat insgesamt 150 Beschäftigte. Das Restaurant Ottenthal bietet den Berlinern bodenständige österreichische Küche. Ein Wiener Unternehmer beliefert Berliner Firmen und Gastwirte mit niederösterreichischem Wein und führte zudem Römerquelle am Markt ein.

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