Motz: Weiterer Fortschritt in der Lehrlingsoffensive

200.000 Unternehmen in die Aktion eingebunden

St. Pölten, (SPI) - "Dem Ziel, jedem Schulabgänger eine Lehrstelle oder eine Überbrückungshilfe anbieten zu können, sind wir entscheidend nähergekommen. Zum Auftakt der von der Bundesregierung initiierten "Lehrlingsoffensive II" wurden nahezu 200.000 Unternehmen angeschrieben und über die Beratungsangebote der Bundesregierung informiert, darüber hinaus wurde ein Call-Center als Informations-und Ansprechstelle eingerichtet, und die allgemeinen Voraussetzungen bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen wurden modifiziert. Europaweit liegt Österreich bei der Jugendbeschäftigung jedenfalls im europäischen Spitzenfeld", erläuterte SP-Landtagsabgeordneter Wolfgang Motz zum Start der Lehrlingsoffensive II der Bundesregierung.****

Seit dem Start der Lehrlingsoffensive wurden 1.500 Lehrstellen zusätzlich angeboten, 769 Unternehmen wurden von Beratern der Lehrstellenoffensive in Betriebsbesuchen betreut, über 2.500 Betriebe wurden telefonisch beraten. Die eingerichtete Lehrlingshotline verzeichnete 2.111 Anrufe. Ende September 1998 sind österreichweit 7.323 Lehrstellensuchende registriert gewesen, daß sind um 1.700 weniger als 1997, auch darin zeige sich der Erfolg der Lehrlingspolitik. Dem standen 2.311 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber, der Saldo betrage mithin rund 5.000. "Nach allgemeinen Erfahrungen ist für Mitte November mit rund 4.000 Jugendlichen zu rechnen, die weder eine Lehrstelle gefunden haben, noch eine weiterführende Schule besuchen oder eine sonstige Arbeit angenommen haben werden. Für diese ist nun das Auffangnetz geschaffen worden", so der Korneuburger Abgeordnete weiter.

Die Kosten der Lehrlingsoffensive II werden rund zwei Milliarden Schilling betragen. Neben den Fördermaßanhmen wurde auch für die Wirtschaft viel erreicht. "Lehrbetriebe zahlen im ersten Jahr keinen Unternehmerbeitrag zur Krankenversicherung ihrer Lehrlinge, das Alter für besondere Schutzvorschriften wurde von 19 auf 18 Jahre gesenkt, im Handel dürfen Jugendliche am Samstag auch bis 17.00 Uhr beschäftigt werden und die Probezeit kann verlängert werden, wenn ein Lehrling gleich zu Beginn der Lehrzeit in die Berufsschule muß. Weiters kann die Ausbilderprüfung durch einen 40stündigen Kurs ersetzt werden, Unternehmen können pro neu aufgenommenen Lehrling einen Steuerfreibetrag von 20.000 Schilling geltend machen und schließlich zahlen Unternehmen für Lehrlinge im ersten Lehrjahr keinen Beitrag zur Unfallversicherung", informiert Abgeordneter Mag. Wolfgang Motz
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