LIF-Hecht fordert sinnvolle Kino- und Filmförderung!

Wiener Liberale für möglichst vielfältige Kinolandschaft

Wien (OTS) Im Zuge der Kino- und Filmförderungsdebatte in der heutigen Gemeinderatssitzung betonte Gabriele Hecht, Klubvorsitzende der Wiener Liberalen, daß ihre Fraktion für die Erhaltung einer möglichst vielfältigen Kinolandschaft in Wien eintrete. "Anders als Grüne und SPÖ wollen wir keine unsinnigen Sonderbestimmungen für Kinovorführungen im Vergnügungssteuergesetz, das aus unserer Sicht sowieso anachronistisch ist und abgeschafft werden muß, sondern eine sinnvolle Kino- und Filmförderung", sagte Hecht.

Um das Angebot qualitativ hochwertiger Filme zu gewährleisten, müßten Programmkinos, die gehobene Qualitätsfilme zeigen, gefördert werden. "In diesem Zusammenhang stellen wir uns eine Einmalförderung für Investitionen und in der Folge jährliche Programmförderungen vor", so die liberale Klubvorsitzende. Die Förderungen in der Höhe von zweistelligen Millionenbeträgen könnten aus dem Budget finanziert werden. "Derzeit verschlingen kommerzielle Veranstaltungen wie Donauinselfest, Adventzauber und Eistraum jährlich jeweils zwischen 10 und 20 Millionen Schilling an Suventionen. Würden diese Veranstaltungen so organisiert werden, daß sie selbsttragend sind, könnten die bisher dafür aufgewendeten Subventionen der Kinoförderung zugute kommen", stellte Hecht fest.

Betreffend Multiplexkinos warnte die liberale Klubvorsitzende davor, diese nur zu verdammen. Vielmehr sei es notwendig, gegen deren negative Auswirkungen etwas zu unternehmen. "Multiplexkinos sollen nur dann zugelassen werden, wenn sie gewissen Anforderungen entsprechen. Die Liberalen haben in diesem Zusammenhang bereits einen geeigneten Kriterienkatalog für die Einkaufszentren formuliert", sagte Hecht. Dieser Kriterienkatalog sieht folgende Anforderungen vor: Ansprechende architektonische Gestaltung, Verkehrsanbindung, Nachnutzungskonzept und Festlegung einer Pönalezahlung zur teilweisen Abdeckung der Kosten der öffentlichen Hand für Infrastrukturinvestitionen, falls das Projekt scheitert.

Zudem forderte Hecht die Stadt Wien auf, ein Konzept zu entwickeln, das Gartenbaukino und das Metrokino als spezialisierte Kinos mit eigenem Profil zu etablieren, in denen Qualitätsfilme, die ein breiteres Publikum ansprechen, gespielt werden. "Nur eine Entwicklung in Richtung filmische Spezialisierung und der Wille der Stadt, das Qualitätskino zu fördern, ermöglicht eine vielfältige Kinolandschaft, in der Platz für alle ist", so die liberale Vorsitzende abschließend.

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