LR Bauer: Neue Strukturen im NÖ Gesundheitswesen

Finanzierung und hochqualitative Versorgung mittels Kooperationsmodell gesichert

St. Pölten, (SPI) - "Die Verhandlungen zur Neuordnung des NÖ Gesundheitswesens stehen kurz vor dem Abschluß. Als zentrale Zielsetzung ist derzeit die generelle Konzeption des Versorgungsauftrages in Ausarbeitung. Bei allen Reformnotwendigkeiten muß jedoch auf die gewachsenen Strukturen des NÖ Gesundheitswesens Rücksicht genommen werden und es ist auf eine Übereinstimmung mit den Bedürfnissen der niederösterreichischen Bevölkerung Bedacht zu nehmen", stellt Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer heute fest. Das "Kooperationsmodell Bauer" ist im Rückblick auf die bereits stattgefundenen "Viertelsgespräche" sehr erfolgreich, zumal sich erstmals in Niederösterreich alle Betroffenen in den Diskussionsprozeß einbringen konnten. Die kommenden Gespräche mit dem Bund im Österreichischen Krankenanstaltenplan können damit auf eine äußerst positive Basis aufbauen.****

Im Waldviertel ist mit der Kooperation des Krankenhauses Horn mit den beiden Sonderkrankenanstalten Allensteig und Eggenburg ein Krankenhaus-Verband im entstehen, der nicht nur einen Standort absichert, sondern auch den Wünschen der Bevölkerung Rechnung trägt. Die vereinbarte enge Kooperation der Krankenhäuser Zwettl, Gmünd und Waidhofen/Thaya ist ebenso in diesem Lichte zu sehen.

Im Zentralraum Niederösterreich wird künftig eine verstärkte Kooperation zwischen den Krankenhäusern Krems und St. Pölten Platz greifen. Nach Beurteilung der bisherigen Gespräche ist damit zu rechnen, daß sich das Schwerpunktkrankenhaus St. Pölten für einen weiteren Ausbau entscheiden wird. Dieses Investitionsvolumen beträgt rund 2 Milliarden Schilling und betrifft vor allem die Herzchirurgie, die Kardiologie und in einem späteren Ausbauschritt die Nuklearmedizin. Die Krankenhäuser Tulln, Lilienfeld und Klosterneuburg werden vor allem ihren regionalen Versorgungsauftrag wahrnehmen, wobei auch eine engere Kooperation des KH Klosterneuburg mit den KH Korneuburg und Stockerau entstehen könnte.

Die Gespräche des "Südgipfels" mündeten in eine Kooperation der Krankenhäuser Grimmenstein, Neunkirchen und Wr. Neustadt, wobei Wr. Neustadt neben St. Pölten als Landes-Schwerpunktkrankehaus konzipiert ist. Damit ist auch ein breites Fächerangebot für die umfassende Versorgung der Bevölkerung gesichert. Weiters haben sich auch die Krankenhäuser Mödling und Baden für eine engere Zusammenarbeit ausgesprochen, die in den nächsten Wochen abgeklärt werden wird.

Für das Weinviertel ist besonders das KH Mistelbach, daß als regionales Schwerpunktkrankenhaus konzipiert wird, hervorzuheben. Das KH Mistelbach wird die beschlossene Tagesklinik Gänserndorf organisatorisch betreiben. Ein besonderer Erfolg ist die Einigung betreffend einer verstärkten Kooperation der Krankenhäuser Stockerau und Korneuburg. Korneuburg und Stockerau werden sich in einem "Krankenhausverbund" zusammenschließen, wobei jedoch die Rechtsträgerschaft der beiden Gemeinden erhalten bleibt. Diese Lösung wurde vom Bund bereits anerkannt. Die Krankenhäuser Hollabrunn und Hainburg wiederum werden für den regionalen Versorgung optimal konzipiert.

Die letzten Gespräche im Rahmen der Neuordnung des NÖ Gesundheitswesens, der Mostviertelgipfel, finden am 18. November statt. Die Neuerrichtung des Krankenhauses Amstetten mit einem Investitionsaufwand von rund einer Milliarde Schilling ist gesichert, weiters ist eine enge Kooperation zwischen dem KH Amstetten und dem Landeskrankenhaus Mauer im Gespräch. Die Krankenhäuser Waidhofen/Ybbs und Scheibbs weisen eine gute Grundstruktur auf und haben vor allem einen regionalen Versorgungsauftrag.

"Mit der Neuordnung des NÖ-Gesundheitswesens wird ein historischer Schritt im Sinne der Sicherung einer umfassenden Gesundheitsversorgung der niederösterreichischen Bevölkerung gesetzt. Neben den zu erwartenden Kosteneinsparungen stand vor allem die Zielsetzung Niederösterreichs, die Versorgung im eigenen Land zu garantieren, im Vordergrund. Dies war eine der zentralen Forderungen der Menschen in den Städten und Gemeinden", so Gesundheitslandesrat Hannes Bauer. "Das Modell der Kooperation ist damit auf sehr fruchtbaren Boden gefallen und stärkt auch die Stellung Niederösterreichs bei den bevorstehenden Verhandlungen mit dem Bund über den Krankenanstaltenplan und den Bundeszuschuß für das Gesundheitswesen. Quantität, Qualität und Kostenbewußtsein kommen damit direkt den Menschen zugute, die die Gesundheitsversorgung als eine der wichtigsten Aufgaben der Landespolitik sehen", so Bauer abschließend.
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