Sportunion präsentiert Gesundheitsstudie

Sport - ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und zum Wohlbefinden

Wien (OTS) - Der Präsident der Sportunion, Dr. Hermann Gruber, präsentierte heute mit Dr. Rudolf Bretschneider und Dr. Roland Bässler in einer Pressekonferenz die Ergebnisse einer von ihm in Auftrag gegebenen Studie zum Thema "Sport und die Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität".

Die vom Fessel-GfK Institut durchgeführte Studie setzt sich als Ziel, die Bedeutung von Bewegungsaktivität als zentrale Größe von Fitneß, Zufriedenheit und Gesundheitsstabilität zu hinterlassen und zu analysieren. Neben der sportlichen Aktivität werden auch körperliche Alltags-Aktivitäten auf ihre gesundheitsfördernden Wirkungen hinterfragt.

"Diese Studie zeichnet sich durch die Neuartigkeit in der Anwendung von Meßmethoden und im Umfang der Stichprobe aus. Erstmals wird in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage (4.159 Befragungen) der Sportaktivitätsumfang über den durchschnittlichen Energieverbrauch gemessen und klassifiziert. Dadurch erhalten die Aussagen vergleichsweise zu herkömmlichen Meßverfahren eine sehr hohe Gültigkeit," betonte Dr. Rudolf Bretschneider.

Erhoben wurden neben der körperlichen Aktivität im Sport (Sportart, Intensität, Dauer, Häufigkeit, Jahreszeit), in der Freizeit (z.B. Gartenarbeit) und im Beruf auch die subjektive Einschätzung des allgemeinen gesundheitlichen Befindens, körperlicher Gesundheitszustand, seelische Verfassung, körperliche Leistungsfähigkeit, Widerstandskraft gegen Krankheiten, Schmerzhäufigkeit und Häufigkeit des Arztbesuchs.

"Die Ergebnisse zeigen, daß die Österreicher einem Fitneß-Irrtum unterliegen," betonte Dr. Roland Bässler. "Obwohl sich 54 Prozent der Österreicher als Sportler einstufen, betreiben nur 32 Prozent der Österreicher Mindest-Gesundheitssport, das heißt, sie verbrauchen zwischen 400 und 800 Kcal, was einer rund 30-40 minütigen Bewegungszeit pro Woche mit mittlerer Intensität entspricht."

Nach trainingswissenschaftlichen Erkenntnissen liegt die Schwelle des Energieverbrauchs für die Minimalbelastung bei ca. 800 Kcal/Woche, aber nur 18,5 Prozent der Österreicher haben bei ihrer Sportausübung diesen Energieverbrauch. Darunter muß mit eingeschränkten Trainingswirkungen gesundheitlicher Art gerechnet werden (fehlende Anpassung).

"Die Schwelle für ein wirksames präventives Herz-Kreislauftraining wird bei 2.000 Kcal/Woche erreicht, so ein Gesundheits-Minimalprogramm wäre zum Beispiel 2 x 40 min Joggen oder 2 x 30 min Aerobic mit Musik und zusätzlich ein rund 60 minütiges Muskelfunktionstrainingsprogramm. Ein Optimum an Prävention wird bei ca. 3.000 Kcal/Woche erzielt," führte Dr. Bässler weiter aus.

Sportler haben subjektiv und objektiv eine höhere Lebensqualität, sie sind mit ihrem allgemeinen Gesundheitszustand zufriedener, haben eine geringere Anzahl an gesundheitlichen Beschwerden, sie haben geringere Risikowerte und suchen seltener einen Arzt auf als Nichtsportler.

Dr. Bretschneider: "Diese Unterschiede zwischen Sportler und Nichtsportler sind grundsätzlich signifikant, je älter aber die Menschen sind, desto signifikanter werden diese Unterschiede. Besucht ein Nichtsportler über 51 Jahren 9,1 mal pro Jahr den Arzt wegen Beschwerden, so sind es beim gleichaltrigen Sportler nur 7,9 mal."

In einer Bewertung der Zufriedenheit mit seinem Gesundheitszustand (1 - sehr unzufrieden, 5 - sehr zufrieden) erzielen die Nichtsportler über 51 Jahren 3,8, die Sportler hingegen 4,2 "Zufriedenheitspunkte".

"Sport kann demnach als die wesentlichste Voraussetzung für Gesundheit und Lebensqualität angesehen werden," bekräftigt Präsident Dr. Hermann Gruber die Ergebnisse der Studie. "Gerade das Motto der Sportunion "Leben ist Bewegung - Wir bewegen Menschen" zeigt, daß wir - als spartenübergreifender Dachverband - Sport als wichtigen Lebensbegleiter vom Kindes- bis ins Seniorenalter, als Leistungssport, als Ausgleich zu Bewegungsmangel und als wichtigen Beitrag zum allgemeinen Wohlbefinden verstehen und in unseren 3.756 Vereinen österreichweit anbieten," schloß Dr. Gruber.

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Mag. Fritz Smoly
Generalsekretär der Sportunion
Tel.: 0664/325 56 28

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