Slowakei-Exporte stagnieren erstmals seit den Boom-Jahren

Österreich nach wie vor größter Auslandsinvestor - WKÖ intensiviert Bearbeitung der Regionalmärkte

Wien (PWK) - Die österreichischen Exporte in die Slowakei verzeichnen heuer erstmals seit Jahren einen leichten Rückgang (-3,8 Prozent in den ersten sieben Monaten 1998), meldet Handelsdelegierter Philipp Marboe aus Preßburg. Nach den rasanten Zuwächsen der letzten Jahre (1997 um 25 Prozent auf 9,6 Mrd S) sei jedoch eine Stagnation zu erwarten gewesen. Die Importe aus der Slowakei legten hingegen in den ersten sieben Monaten mit + 21 Prozent kräftig zu (1997 betrugen die Importe acht Mrd S). Die bilaterale Handelsbilanz, die einen deutlichen Überschuß zugunsten Österreichs aufweist, tendiert damit zu mehr Ausgeglichenheit. ****

Österreich ist nach wie vor die Nummer eins unter den Auslandsinvestoren in der Slowakei (vor Deutschland, den USA und Tschechien). Die österreichischen Gesamtinvestitionen (aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und Banken) betrugen bis März 1998 kumulativ rund 4 Mrd Schilling.

Das Interesse der österreichischen Investoren am slowakischen Markt ist ungebrochen, stellt der Handelsdelegierte fest. Die Ankündigungen der neuen slowakischen Regierung, schon bald investitionsfördernde Maßnahmen zu setzen, werden mit großem Interesse verfolgt.

Die zahlreichen österreichischen Firmen, die in der Slowakei engagiert sind, würden eine Aufnahme der Slowakei in die erste Runde der EU-Beitrittskandidaten sehr begrüßen, weiß Marboe. Unabhängig vom Zeitpunkt eines EU-Beitritts der Slowakei können österreichische Firmen schon jetzt als "Marktöffner" für slowakische Firmen in den EU-Binnenmarkt fungieren. Die heimischen Unternehmen sollten diese Geschäftschancen verstärkt nützen, empfiehlt Marboe.

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Dr. Sepp Dabringer

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