Strip Farming stoppt Bodenerosionen

Erfolgreiches Pilotprojekt in Zwettl

St.Pölten (NLK) - Strip Farming heißt die neue Bodenschutzmaßnahme aus den USA, die effizient und kostengünstig Erosionen stoppen soll. Dabei werden verschiedene Feldfrüchte streifenweise angebaut. Ein entsprechendes Pilotprojekt betreut die Landwirtschaftliche Koordinationsstelle (LAKO) seit einigen Monaten in Zwettl: Auf einem fünf Hektar großen und stark erosionsgefährdeten Bewirtschaftungsschlag wurde eine Streifenkultur angelegt, wo sich Kräuterstreifen mit Grünstreifen abwechseln. Der Grünstreifen stabilisiert den Boden zwischen den Kräuterstreifen. "Wenn es nach längeren Trockenperioden zu starken Unwettern kommt, kämpfen vor allem Landwirte in hügeligen Gegenden mit dem Problem, daß das an den Hängen abfließende Wasser wertvolle Teile des Erdreiches von den Feldern wegschwemmt", erläutert Dr. Josef Rosner, Leiter des Versuchswesens der LAKO. Außerdem würden die ausgeschwemmten Pestizide und Düngemittel das Grundwasser belasten. Aufgrund der fehlenden Humusschicht komme es zu großen Ertragseinbußen. Auch der Aufwand für Dünger und Pflanzenschutzmittel würde erheblich steigen. Rosner: "Das Strip Farming rechnet sich für die Landwirtschaft auf jeden Fall."

Für einen optimalen Erosionsschutz sollten die Streifen der Kontur folgend angelegt werden. Streifenkulturen verlangen zwar eine detaillierte Planung, dafür ist die Erhaltung einfach. "Die amerikanischen Testergebnisse zeigen, daß durch die Anlage von Grünstreifen zwischen den Feldfrüchten die Erosion fast zur Gänze zum Erliegen kommt", erklärt Rosner. In Österreich werde die Anlage von Grünstreifen aus dem Umweltprogramm ÖPUL gefördert. Auch die zusätzlich schonende Bodenbearbeitung durch Mulchsaat oder Direktsaat werde gefördert.

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