Höchtl und Therner: Zerstörung einer gut funktionierenden Dienstleistungseinrichtung ist abzulehnen

Massive Widerstände gegen die Auflösung des Finanzamtes Wien-Umgebung

Niederösterreich, 6.11.98 (NÖI) "Beim Finanzamt Wien-Umgebung, welches mit einem Aufkommen von rund 5 Milliarden Schilling das zweitgrößte des Bundeslandes darstellt, handelt es sich um ein äußerst gut funktionierendes Dienstleistungsunternehmen gegen dessen Zerstörung wir uns wehren", dies erklärten der Wirtschafts-kammerobmann KR Franz Therner und der VP-Nationalratsabgeordnete
Dr. Josef Höchtl in einer gemeinsamen Aussendung.****

Höchtl und Therner befürchten, daß mit der Auflösung des Finanzamtes nicht nur die Identität des politischen Bezirkes Wien-Umgebung negativ beeinflußt werde, sondern daß dies nur ein erster Schritt sei und mit der Schließung weiterer niederösterreichischer Finanzämter gerechnet werden muß.

Neben den Bediensteten des Finanzamtes und der Wirtschaft meldeten aber auch ein Großteil der Bürgermeister der Gemeinden des Bezirkes Wien-Umgebung Bedenken gegen die vom SP-
Finanzminister Edlinger geplante Maßnahme an. Die Bürgermeister, die in Resolutionen gegen das Vorgehen des Finanzministers protestierten, sehen nämlich in der Aufteilung auf verschiedene Wiener Bezirke keinerlei Vorteile für ihre Bürger. Bei den Finanzämtern im 9. und 15. Bezirk handelt es sich nämlich um Standorte, deren Erreichbarkeit mit dem PKW, aufgrund einer
massiven Knappheit an Parkplätzen (das Finanzamt im 3. Bezirk verfügt hingegen über einen eigenen Kundenparkplatz) nahezu unmöglich ist.
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