LIF-Hecht: Olympische Sommerspiele als strategisches Stadtmarketing

Eine Bewerbung für olympische Sommerspiele bringt Wien eine bessere Positionierung im internationalen Wettbewerb.

Wien (OTS) "Durch eine Bewerbung Wiens für die Olympischen Sommerspiele könnte ein großer Motivationsschub in Richtung Investitionen und damit eine Verbesserung der Standortgunst für Wien im internationalen Wettbewerb erzielt werden", meinte heute Gabriele Hecht, Klubobfrau der Wiener Liberalen, in der vom LIF beantragten Aktuellen Stunde zum Thema "Bewerbung Wiens für die Olympischen Sommerspiele - Ein wirtschaftlicher und stadtplanerischer Impuls für den Standort Wien im Wettbewerb der Metropolen".

Es sei wichtig für Wien, sich bereits für die Sommerspiele 2008 zu bewerben, auch wenn diese Spiele voraussichtlich nicht in Europa stattfinden werden, erklärte Hecht. Erfahrungsgemäß komme nämlich eine Erstbewerbung nicht sofort zum Zug, die Chancen bei einer Zweitbewerbung seien dann aber weitaus größer. "Wir wollen deshalb auch bereits jetzt ein überparteiliches Proponentenkomitee zur Erarbeitung der Bewerbungsgrundlagen zusammenstellen, damit bis zum Jahr 2000 die Bewerbung abgeschickt werden kann", so Hecht weiter.

Die Austragung Olympischer Sommerspiele in Wien bedeute vor allem für die Ostregion mit dem Zentrum Wien eine einmalige Chance, ein internationales Lebenszeichen von sich zu geben, sagte Hecht: "Das wäre erstklassiges Citymarketing." Michaela Hack, liberale Planungssprecherin, erläuterte dazu, daß neben der Adaptierung bereits vorhandener Sportstätten im Praterareal, natürlich auch eine Vielzahl anderer Sportstätten in Wien als Austragungsorte für olympische Wettkämpfe geeignet wären. Das Erholungsgebiet im Wiener Prater soll aber keinesfalls angegriffen werden, stellte Hack fest.

Beinahe für jede olympische Sportart seien in der Ostregion bereits internationale Wettkämpfe, ja sogar Europa- und Weltmeisterschaften ausgetragen worden, meinte Hack weiter. Es gäbe also ohnehin eine Reihe an bereits vorhandenen Austragungsstätten. Und abgesehen davon sei eine Modernisierung mancher Sportstätte ohnedies dringend notwendig. Die Kosten dafür sowie für die gesamte Organisation würde sich schon alleine durch den Verkauf der weltweiten Fernsehrechte amortisieren, meinte Hecht.

Bisher waren alle Olympischen Spiele der letzten Jahre ein Geschäft, das eine nachhaltig positive Entwicklung für die Bevölkerung der Gastgeberregion brachte. Dies sei auch durch Zahlen belegbar, sagte Hecht. Natürlich würden darüber hinaus infrastrukturelle Maßnahmen notwendig sein, welche aber nur dann sinnvoll wären, wenn sie auch nachher für die Bevölkerung von Nutzen seien. "Da Olympische Spiele nicht nur eine reine Gemeindesache sind, sondern sich hier eine ganze Nation präsentieren würde, rechne ich mit Unterstützung von Bund und privaten Sponsoren", so Hecht abschließend.

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