Puma AG : Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Herzogenaurach (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich=

Mit Abschluß des 3. Quartals haben Aufsichtsrat und Vorstand der PUMA AG beschlossen, angesichts eines schwierigen Markt- und Branchenumfeldes umfassende strukturelle Maßnahmen zu ergreifen, die das Ergebnis im 4. Quartal belasten werden. PUMA berichtet nachfolgend über die konsolidierten Geschäftsergebnisse im 3. Quartal und kündigt in diesem Zusammenhang die strukturellen Maßnahmen an. Die außerordentlichen Aufwendungen können durch außerordentliche Steuererträge aus der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge kompensiert werden.

Performance 3. Quartal 1998

Die konsolidierten Umsatzerlöse stiegen im 3. Quartal um 4,4 % von 162,1 Mio. DM auf 169,2 Mio. DM. Besonders die Umsätze mit Textilien (+22,3 %) und Accessoires (+25,4 %) haben zu dieser Steigerung beigetragen. Die Umsatzerlöse mit Sportschuhen haben sich um 4,7 % vermindert. Die Rohertragsmarge konnte im Vergleich zum 1. Halbjahr 1998 verbessert werden und liegt mit 37,1 % nahezu auf Vorjahresniveau. Die Investitionen in Produktentwicklung und Marketing wurden auch im 3. Quartal planmäßig auf hohem Niveau fortgesetzt. Insgesamt stiegen die Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen von 50,0 Mio. DM auf 67,7 Mio. DM. Rückläufige Lizenz- und Provisionseinnahmen und die Steigerung der Kosten führen trotz Verbesserung des Rohergebnisses jedoch zu einem Ergebnisrückgang. Das Ergebnis vor Steuern hat sich von 21,8 Mio. DM auf 3,2 Mio. DM reduziert. Nach Steuern verbleibt ein Ergebnis pro Aktie von 0,18 DM gegenüber 1,34 DM.

Im Zeitraum von Januar bis September 1998 hat sich das Ergebnis vor Steuern um 75,4 % von 66,2 Mio. DM auf 16,3 Mio. DM oder von 15,1 % auf 3,3 % der Nettoumsatzerlöse vermindert. Einschließlich Steuern und Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter hat der Konzern einen Gewinn in Höhe von 13,1 Mio. DM gegenüber 61,8 Mio. DM erwirtschaftet. Das bedeutet einen Gewinn pro Aktie von 0,85 DM gegenüber 4,01 DM.

Ausblick

1998

Die Umsatzerlöse im 4. Quartal werden saisonbedingt unter dem Durchschnitt der ersten drei Quartale liegen. Bedingt durch das bestehende Kostenniveau wird operativ ein deutlich negatives Ergebnis erwartet.

Für das Geschäftsjahr 1998 erwartet PUMA ein Wachstum von ca 8 %. Das Ergebnis wird jedoch entsprechend der Planung durch Investitionen in die Bereiche Marketing und Produktentwicklung signifikant belastet. Die anhaltenden Probleme in Asien, die ökonomische Situation in Osteuropa und Lateinamerika sowie ein insgesamt schwieriges Branchenumfeld belasten das Ergebnis. Die nicht befriedigende Ertragsentwicklung von PUMA Deutschland und stichtagsbezogene Währungsverluste belasten das Ergebnis zusätzlich.

Durch seine Investitionen konnte PUMA die Marke wesentlich stärken. Das gilt vor allem für den US-amerikanischen Markt. Langfristig werden sich die Investitionen in stabilem und profitablem Wachstum niederschlagen. Im Rahmen des Ende 1997 verabschiedeten Fünf-Jahres-Planes verfolgt PUMA langfristig das angekündigte Ziel, eine der begehrtesten Sportmarken der Welt zu werden. Dabei stützt sich PUMA auf die vier Eckpfeiler der Marke: Authentizität, Sport Performance, technische Innovation und die individuelle PUMA Markenpersönlichkeit. Ein verändertes und auch in 1999 zweifellos äußerst schwieriges Marktumfeld schafft wiederum neue Voraussetzungen. Um sich auf diese Situation einzustellen, sind umfassende strukturelle Anpassungen erforderlich, die zu außerordentlichen Aufwendungen führen werden. Den außerordentlichen Aufwendungen stehen jedoch außerordentliche Steuererträge aus der Aktivierung bestehender Verlustvorträge gegenüber.

Die strukturellen Veränderungen umfassen folgende Bereiche:

- PUMA Deutschland: Restrukturierung erforderlich Das Profit Center PUMA Deutschland wird restrukturiert und unabhängig von der internationalen Organisation eine klare Eigenverantwortung übernehmen.

- Dezentralisierung des Vetriebes Die bisherige zentrale Vertriebsverantwortung wird kundennah in die jeweilige Region verlagert. Neben der PUMA Austria, die für Osteuropa und in diesem Jahr bereits die Verantwortung für Afrika/Mittlerer Osten übernommen hat, wird PUMA North America für die Betreuung von Lateinamerika zuständig sein. Die Vertriebsverantwortung für Asien wird auf Japan und Australien übertragen. Die Verantwortung für Westeuropa verbleibt in der Zentrale in Herzogenaurach. In diesem Zusammenhang wird das allgemeine Kostenniveau in der PUMA AG den neuen Strukturen angepaßt.

- Eigenständige Beschaffungsorganisation Neben der bestehenden Beschaffungsorganisation World Cat Ltd. in Hongkong , die für die fernöstliche Hemisphäre verantwortlich zeichnet, wird der Beschaffungsbereich Europa innerhalb der PUMA AG organisatorisch verselbständigt.

- Risikovorsorge Aufgrund der allgemeinen Marktsituation sowie der geplanten Restrukturierungsmaßnahmen im vierten Quartal ist eine Risikovorsorge bei verschiedenen Vermögensposten notwendig. Insgesamt werden außerordentliche Aufwendungen zwischen 3,00 DM und 3,50 DM pro Aktie erwartet, die durch einen einmaligen Steuerertrag kompensiert werden können. Die überarbeitete Fassung der International Accounting Standards "IAS 12" fordert die Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge, wenn durch künftige Gewinne mit einer Realisierung gerechnet werden kann. Die erstmalige Aktivierung erfolgt zum 31.12.1998 und führt zu einem Steuerertrag zwischen 3,00 DM und 4,00 DM pro Aktie. Für 1999 ist daraufhin mit einer Steuerquote zwischen 40 % und 45 % zu rechnen.

Für das Geschäftsjahr 1998 zeichnet sich für PUMA trotz eines erwarteten deutlichen Verlustes im 4. Quartal ein positives operatives Ergebnis ab. Auch unter Berücksichtigung der außerordentlichen Aufwendungen und Erträge wird ein positives Jahresergebnis erwartet.

1999

Die PUMA Gruppe rechnet in 1999 mit einem Wachstum zwischen 5 % und 10 % bei konstanten Wechselkursen. Insbesondere in USA wird ein starkes Umsatzwachstum erwartet. Die Rohertragsmarge sollte sich gegenüber 1998 wieder verbessern.

Die Marketingausgaben werden wiederum über dem Branchendurchschnitt liegen, jedoch in Prozent der Umsatzerlöse gegenüber 1998 rückläufig sein. Die Investitionen in Produktentwicklung werden mit ca. 4 % der Umsatzerlöse auf hohem Niveau beibehalten. Die übrigen Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen werden sich aufgrund der noch in 1998 eingeleiteten strukturellen Anpassungen rückläufig entwickeln.

Zusammenfassend erwartet PUMA in 1999 operativ eine deutliche Ergebnisverbesserung.

Ende der Mitteilung
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/OTS-AD HOC-SERVI