Makler und Baugewerbe begrüßen Verlängerung der Mietzinsreserve

Bis Ende '99 können 2 Mrd Schilling an Rücklagen verbaut werden - Nachteile für Hausbesitzer verhindert

Wien (pwk) - Die heute im Minsterrat beschlossene Verlängerung der Mietzinsreserve (Rücklagenauflösung) für ein weiteres Jahr wird von den Immobilientreuhändern und vom Baugewerbe einhellig begrüßt. Rund 2 Mrd Schilling an Steuerrücklagen können nun von den Hauseigentümern auch 1999 noch für Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten genützt werden und müssen nicht, wie befürchtet, an den Fiskus abgeliefert werden. "Mit diesem Verzicht auf zusätzliche Steuereinnahmen zugungsten von Investionen hat Finanzminister Edlinger einmal mehr Mut zur Zukunft und Verantwortung im Kampf um zusätzliche Arbeitsplätze bewiesen", sind sich Gerhard Steller, Bundesinnungsmeister der Immobilien- und Vermögenstreuhänder und Johannes Lahofer, Bundesinnungsmeister der Baugewerbe, einig. ****

Viele Hausverwaltungen, die heuer keine Handwerker mehr beauftragen konnten, dürfen nun Fasasaden-, Fenster- und Dachrenovierungen oder andere Großprojekte ohne Mehrbelastung auf 1999 verschieben. Das schafft neue, zusätzliche Arbeitsplätze im Baugewerbe, die angesichts der hohen Sockelarbeitslosigkeit von rund 30.000 Bauarbeitern dringend benötigt werden. Ohne Verlängerung der Mietzinsreserve wären mindestens 5.000 Arbeitsplätze im Baugewerbe akut gefährdet gewesen. "Die von der Arbeiterkammer geschürte Rechtsunsicherheit hat bis zuletztunnötige Ängste unter den Bauarbeiter geschürt und die Ha<useigentümer verunsichert. Ohne diese Kampagne hätten zahlreiche Projekte bereits vor der Sommerpause in Angriff genommen werden können", sind die beiden Innungsmeister überzeugt.

Ausgeschlossen wird mit der Verlängerung der Mietzinsreserve (Rücklagenauflösung) auch eine Doppelbelastung der Hauseigentümer, die Mietzinseinnahmen zunächst voll versteuern hätten müssen, dann allerdings nur einen Bruchteil dessen bei Investitionen wieder refundiert erhalten hätten.

In Summe werde die Verlängerung der Verwendung von Mietzinsrücklagen für die Erhaltung von Miethäusern dem Staat mehr Einnahmen bringen, als sie an Steuerausfall kostet, sind die beiden Innungsmeister überzeugt, die schon seit längerem gegen heftigen Widerstand der Arbeiterkammer für die Verlängerung kämpfen.

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