Hostasch bei Drogenkonferenz: "Prävention vor Strafe"-

Internationale Zusammenarbeit muss weiter ausgebaut werden

Wien, 5. November 1998 (BMAGS).- Gesundheitsministerin Lore
Hostasch legte anlässlich der heutigen Eröffnung der Ausstellung "Projekte des EU-Aktionsplans für Suchtprävention" ein klares Bekenntnis zum Grundsatz "Prävention statt Strafe" ab. Hostasch erklärte, dass der Bereich der Primärprävention immer mehr zum richtungsweisenden Eckpfeiler im Kampf gegen Drogenmissbrauch
werde.

Die Ausstellung ist Teil der derzeit im Wiener Austria Center stattfindenden EU-Konferenz "Suchtprävention und Drogenpolitik."

In den letzten Jahren habe sich gezeigt, so Hostasch, dass Suchtprävention eine gute Chance habe, wenn sie rechtzeitig, bedarfsgerecht, zielgruppenorientiert und in Gesundheitsförderungskonzepte eingebunden werde. Die Gesundheitsministerin verwies in ihren Ausführungen auf die zahlreichen EU-Aktivitäten in diesem Bereich. Die EU verfolge auf Basis des Vertrages von Maastricht einen multidisziplinären ursachenorientierten Ansatz in der Drogenbekämpfung. Eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Drogensucht in Europa kommt der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht zu. Hostasch erwartet von dieser Institution verstärkte Forschungsbemühungen, um einen fundierten und abgesicherten Datenstand über das tatsächliche Ausmaß der Drogensituation in Europa zu erhalten. Im Bereich Epidemiologie und Reduzierung der Drogennachfrage ist die Beobachtungsstelle aufgefordert, jene Grundlagen zu erarbeiten, die für eine weitere Entwicklung eines ausgewogenen Handlings mit Drogenproblemen notwendig sind.

Hostasch plädierte für eine verstärkte internationale
Kooperation im Drogenbereich. "Ich bin überzeugt, dass die Kooperation und Arbeitsteilung mit der Weltgesundheitsorganisation, dem Europarat und mit UNDCP in Zukunft dringend geboten ist und weiter ausgebaut werden muss. In diese Partnerschaft sind auch die NGO's einzubinden", so die Gesundheitsministerin abschließend.

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