Kosten für "Lkw-Straßen" in Wahrheit nicht so hoch

TU Wien und Fachverband legen aktuelle Untersuchung vor - Beitrag zur Versachlichung der Road Pricing-Diskussion

pwk - Der Anteil des Schwerverkehrs an den Bau- und Erhaltungskosten für Österreichs Straßen fällt geringer aus als allgemein angenommen. Dies ist die Kernaussage einer aktuellen Studie der TU Wien, die von Studienautor Prof. Johann Litzka und Sprechern des österreichischen Güterbeförderungsgewerbes am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. ****

In der Diskusssion über Einführung einer Straßenbenützungsabgabe ("Road Pricing") und zur Kostenwahrheit im Verkehr wird dem Schwerverkehr von verschiedenen Seiten üblicherweise ein maßgeblicher Teil der Infrastrukturkosten angelastet. Der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich hat daher das Institut für Straßenbau und Straßenerhaltung der TU Wien beauftragt, diese Frage grundlegend zu untersuchen, um damit zu einer Versachlichung der Road Pricing-Diskussion beizutragen.

Ermittelt wurden in der Studie jene Ausgaben, die durch den Ausbau einer Straße für den Schwerverkehr entstehen. Vergleicht man die so errechneten Ausgaben für eine "Lkw-Straße" mit jenen Straßen, die fast ausschließlich für den Pkw-Verkehr benützt werden ("Pkw-Straße"), so ergeben sich aus der Differenz die zusätzlichen Bau- und Erhaltungskosten, stellte Prof. Litzka fest. Diese betragen pro Lkw 52 Groschen je gefahrenem Kilometer auf der Autobahn und 1,28 Schilling je gefahrenem Kilometer auf der Bundesstraße. Daraus ergeben sich, so Litzka, knapp 3,1 Milliarden Schilling pro Jahr für die Auslegung des heimischen Straßennetzes (nur Erdbaubereich, ohne Brücken und Tunnel) auf den Schwerverkehr.

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