Prammer: Öllampen müssen mit Warnhinweisen versehen sein

Einhaltung der Kennzeichnungsbestimmungen wird verstärkt überwacht - Vergiftungen können dadurch verhindert werden

Wien (OTS) - Heuer ist die Verordnung über die Kennzeichnung von Öllampen in Kraft getreten. Öllampen müssen seither mit klaren Warnhinweisen - "Gefüllte Öllampen für Kinder unzugänglich aufbewahren" - versehen werden, um vor allem die Eltern auf die Vergiftungsgefahren durch Lampenöle hinzuweisen. In der Vorweihnachtszeit wird die Einhaltung der Kennzeichnungsbestimmungen durch Aufsichtsorgane der Bundesländer verstärkt überwacht, um Vergiftungsanfälle zu vermeiden, betont Konsumentschutzministerin Prammer.

Die Folgen der Einnahme auch nur geringster Mengen von Lampenöl (z.B. auch durch Nuckeln am Docht) können dramatisch sein, wenn das Öl in die Lungen gelangt. In Deutschland starben in den letzten Jahren mehrere Kinder nach der Einnahme von Lampenöl, in Österreich ist diese eine der häufigsten Vergiftungsarten bei Kindern. Neben dem akutem Versagen der Lungen sind auch Langzeitschäden zu beobachten.

Weitere Unfälle mit Lampenöl müssen verhindert werden. Daher werden wir gerade in der Vorweihnachtszeit die Einhaltung der Kennzeichnungsbestimmungen für Öllampen verstärkt kontrollieren, damit Eltern beim Kauf der Lampen auf die Gefahren aufmerksam werden" stellt Prammer fest. Sie appelliert an die Eltern, bei der Verwendung von Öllampen vorsichtig zu sein und diese Produkte für Kinder unerreichbar aufzubewahren. Bei Einnahme von Lampenöl ist jedenfalls sofort ärztlicher Rat einzuholen oder die Vergiftungsinformationszentrale zu kontaktieren (Tel.: 01/406 43 43-0).

Bei der Gesetzgebung hat Österreich den Schutz der Kinder vor Lampenölen auch auf EU-Ebene zu einem Hauptthema gemacht. Die EU-Kommission hat auf das Drängen Österreichs und einiger Staaten eine Richtlinie erlassen, die ein Verbot der Verwendung von parfümierten und gefärbten Lampenölen vorsieht, weil diese bunten und duftenden Produkte auf Kinder eine besondere Faszination ausüben.

Es ist unser erklärtes Ziel, noch heuer für eine Umsetzung dieser Richtlinie zu sorgen und damit das Verbot dieser Lampenöle in Österreich bis zum Jahresende zu erreichen. "Damit kann ein wichtiger Schritt zur Sicherheit unserer Kinder gesetzt werden", betont Prammer abschließend.

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und Verbraucherschutz,
Robert Wier
Tel.: 01/536 33/0, Fax: 01/536 33/36

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