FERRERO-WALDNER sagt 12 Millionen Hilfe für Opfer in Nicaragua zu

Staatssekretärin FERRERO-WALDNER hat im Zusammenhang mit der durch den Wirbelsturm Mitch verursachten Schäden rasche und effiziente Hilfe an Nicaragua zugesagt. "Österreich wird unverzüglich 12 Millionen Schilling für den Ankauf und die Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern wie Nahrungsmittel, Medikamente und Chlor für die Trinkwasserversorgung in den hauptbetroffenen Gebieten an der Pazifikküste Nicaraguas bereitstellen. Vordringliches Ziel der österreichischen
Hilfsaktion ist die Ernährungssicherheit - der Hurrican hat die letzte Ernte praktisch zur Gänze vernichtet, was bereits zu spürbaren Preiserhöhungen einiger Hauptnahrungsmitteln geführt hat - und die Verhinderung des Ausbruches von Krankheiten und Seuchen. Die Hilfsgelder werden von einem Beamten des österreichischen Außenministeriums in Nicaragua direkt verwaltet und streng zweckgebunden verwendet, um jeden möglichen Mißbrauch zu verhindern. Über die Verwendung dieser Mittel wird dem Außenministerium detailliert Bericht erstattet werden. Die österreichische Hilfe wird vor Ort mit den Hilfsaktionen anderer Länder sowie internationaler Organisationen und Nichtregierungsorganisationen abgestimmt, um Doppelgleisigkeiten
und Ineffizienzen zu vermeiden", sagte die Staatssekretärin heute.

Nicaragua ist Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Zentralamerika und nach Honduras das am stärksten durch die Naturkatastrophe betroffene Land dieser Region. Zu den sintflutartigen tagelangen Regenfällen und orkanartigen Stürmen ist es durch den Bruch des Kraterrandes des Vulkanes Casitas in den letzten Tagen auch zu verheerenden Erdrutschen gekommen. Mehr als 4 000 Menschen sollen in Nicaragua ums Leben gekommen sein, "die materiellen Schäden lassen sich zur Zeit nur sehr schwer schätzen", so die Staatssekretärin.

Die Regierung Nicaraguas wurde von der Katastrophe offenbar völlig überrascht, was unter anderem daran liegen dürfte, daß nach ersten meteorologischen Vorhersagen der Wirbelsturm, der seinen Ausgangspunkt an der Atlantikküste Kolumbiens hatte, nach Jamaika und Kuba hätte ziehen sollen. Das Ausmaß der Katastrophe ist durch die unerwartete Richtungsänderung des Wirbelsturmes und das entsprechende Fehlen von vorbeugenden Evakuierungs- und sonstigen Sicherheitsmaßnahmen besonders groß, die Leistung von rascher, umfassender und direkter internationaler Hilfe daher von größter Dringlichkeit, so FERRERO-WALDNER.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. J.Peterlik, Pressesprecher der Staatssekretärin
Tel: 53115-3265

BM für auswärtige Angelegenheiten

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