Prammer: Es liegt kein Gentechnik-Freisetzungsantrag der Firma Pioneer vor

Wien (OTS) - Freisetzungsanträge nach dem Gentechnikgesetz müssen nur dann gestellt werden, wenn noch nicht getestete und noch nicht zugelassene gentechnisch veränderte Pflanzen im Freilandversuch geprüft werden sollen. Ein solcher Antrag der Firma Pioneer liegt nicht vor und ist nach Auskunft der Firma Pioneer auch in nächster Zeit nicht zu erwarten, stellt Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer klar.****

Wenn eine gentechnisch veränderte Pflanze in der EU bereits zugelassen ist, muß sie vor der großflächigen Verwendung als Saatgut zunächst trotzdem erst ins Sortenregister eingetragen werden. Hierfür wären in Österreich nochmals separate Versuchsauspflanzungen mit der bereits genehmigten Pflanze notwendig. Hierfür ist das Landwirtschaftsministerium zuständig.

Sollte Pioneer in den nächsten Jahren zugelassene gentechnisch veränderte Maissorten in Österreich zum Zweck der Eintragung ins nationale Sortenregister auspflanzen wollen, so muß dies beim Landwirtschaftsministerium beantragt werden. Im Falle eines solchen Versuches sollte seitens des Landwirtschaftsministeriums jedenfalls ein transparentes Verfahren mit umfassender Information der Bevölkerung unter Einbeziehung der Umweltschutzorganisationen durchgeführt werden, so Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer abschließend.

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