Keine "verdeckte Ermittlung" in Salzburgs Call-Center

Wirtschaftskammer und Arbeiterkammer vereinbarten Übereinkunft in der Frage der Call-Center-Untersuchung

SALZBURG (Gemeinsame Presseaussendung von WK und AK/HKS). Bei der bereits vorige Woche vereinbarten Besprechung zwischen Wirtschaftskammer-Direktor Dr. Wolfgang Gmachl und Arbeiterkammer-Direktor Mag. Gerhard Schmidt wurde heute, Mittwoch, 4. 11. 1998, folgendes festgehalten:

Beide Kammern bekennen sich weiterhin uneingeschränkt zum Wirtschaftsleitbild des Landes Salzburg, an dem beide Interessenvertretungen maßgeblich mitgewirkt haben. Darin wird die Ansiedlung von Call-Centers mit möglichst vielen
existenzsichernden Dauerarbeitsplätzen als wünschenswerte Aktivität der Salzburger Betriebsansiedlungspolitik verankert.

Die Arbeiterkammer hält fest, daß bei der in Arbeit befindlichen Studie über die Call-Center-Branche von der verdeckten Ermittlung Abstand genommen wird. Weiters stellt die AK fest, daß derzeit keine anderen Studien durchgeführt werden und auch im Schwerpunktprogramm 1999 der AK keine derartigen Untersuchungen vorgesehen sind. Mit Bestürzung stellt Kammerdirektor Dr. Gmachl jedoch fest, daß die AK nicht davon Abstand nimmt, das Mittel der "verdeckten Ermittlung" auch bei zukünftigen Studien anwenden zu wollen, sollte sich aus Sicht der AK dazu die Notwendigkeit
ergeben.

Die Sozialpartner kommen überein, nach Vorliegen der AK-Studie gemeinsam und zusammen mit den betroffenen Unternehmen über die hierin vorliegenden Ergebnisse zu beraten, um eine weitere Vorgangsweise zu finden.

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