Was bringt die Österreichische EU-Ratspräsidentschaft? Das Netzwerk "Arts & Education in Europe"

Wien (OTS) - Über Sinn, Unsinn, Kosten und Effektivität der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft wird in den letzten Monaten viel spekuliert, gemunkelt und kritisiert.

Ein konkretes, zukunftweisendes Ergebnis kann der Österreichische Kultur-Service (öks) anbieten: Im Juli fand in Bregenz das europäische Expertentreffen "A Creative Culture - Creativity, Arts and Education" statt. Gemeinsames Anliegen aller TeilnehmerInnen war es, das Thema einer intensiveren Zusammenarbeit der Bereiche Kunst und Bildung nachhaltig auf die europäische Tagesordnung zu bringen.

Das neue europäische Netzwerk "Arts & Education in Europe"

Zur thematischen Vernetzung von "Arts & Education" wurde ein Forum installiert, in dem neue Methoden, Arbeitsformen und Arbeitsinhalte an der Schnittstelle zwischen Kunst und Bildung verhandelt werden können. Dazu gehören u.a. Informationsaustausch, Begegnung und Zusammenarbeit von ExpertInnen im Bereich Kunst und Bildung (KünstlerInnen, LehrerInnen und andere VertreterInnen von Bildungs-und Kultureinrichtungen). Die Idee eines neuen Fach- und Politikfelds "Arts & Education" geht davon aus, daß eine intensivere Befassung mit Kunst und Kultur im Rahmen schulischer und außerschulischer Bildungsprozesse eine hervorragende und zukunftsträchtige Methode darstellt, die laufenden Veränderungen der europäischen Gesellschaften (seien sie politischer, sozialer, ökonomischer, ökologischer oder eben kultureller Art) auf kreative, aktive Weise mitzugestalten. Voraussetzung dafür ist eine verstärkte, auch kompetenzüberschreitende Kooperation vor allem im Kultur- und Bildungsbereich.

Die Ziele des Netzwerks "Arts & Education in Europe"

Durchführung einer repräsentativen Bestandsaufnahme der im Bereich von "Arts & Education" bereits tätigen Institutionen, Organisationen, Initiativen sowie ausgewählter Einzelpersonen in Europa Initiierung neuer Kooperationsformen regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch von Kunst-, Kultur- und Bildungseinrichtungen Schaffung einer gemeinsamen Datenbank sowie einer Homepage im WWW zum regelmäßigen Erfahrungsaustausch bzw. zur vergleichenden Erforschung von Methoden und Modellen Entwicklung von spezifischem Lobbying und Implementierung des Themas auf allen politischen Ebenen Schaffung neuer Arbeitsfelder für KünstlerInnen und LehrerInnen durch die Entwicklung neuer Qualifizierungsangebote (Berufsfelderweiterung) Schaffung von Methodenvielfalt zu "künstlerischen Interventionen in Lernprozessen" Entwicklung von Qualitätskriterien im Sinne einer Intensivierung kultureller und ästhetischer Bildung in Europa "good practice": Entwicklung von modellhaften und beispielgebenden Aktivitäten zur Förderung von Innovationen im Rahmen der vielfältigen Partnerschaften zwischen Kunst, Kultur und Bildung und deren Präsentation

Die Partner:

Unter anderen arbeiten folgende Organisationen in diesem Netzwerk zusammen:

Europarat
ELIA (European League of Institutes of the Arts -
Niederlande)
LOKV (Nederlands Instituut voor Kunsteducatie)
CULTURPLAN Deutschland
Maison du Geste et de l"Image - Frankreich
Royal National Theatre - Großbritannien
EFAH (European Forum for Arts and Heritage - Brüssel/Belgien) EU-Net (Niederlande)

Koordination des gesamten Netzwerks: Österreichischer Kultur-Service (öks).

Nächste Schritte:

konstitutierende Sitzung im Rahmen der ELIA Tagung in Helsinki (18. November 1998)
Installierung einer Internet-Datenbank für alle Netzwerkpartner EFAH Tagung in Wien (4. Dezember 1998)
Start der Homepage "Arts & Education in Europe" (15. Dezember 1998)

Rückfragen & Kontakt:

öks
Ebru Sonuc,
Tel. 01/523 57 81 DW 22

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS