Jedes Kind muß gleich viel wert sein

Strasser und Lembacher für Karenzgeld für alle

St.Pölten (NLK) - "Jedes Kind muß gleich viel wert sein. Deshalb muß es für alle Mütter bzw. Väter Karenzgeld geben!" Diese Forderung stellten heute Klubobmann Dr. Ernst Strasser und die Familiensprecherin der VP Niederösterreich, Landtagsabgeordnete Marianne Lembacher, in einem Pressegespräch. Allein in Niederösterreich sind rund 4.000 Mütter bzw. Väter - rund ein Viertel aller Geburten pro Jahr - davon betroffen. Sie erhalten derzeit nur die Hälfte bzw. überhaupt kein Karenzgeld, weil sie entweder Selbständig oder Bäuerinnen sind oder als Hausfrau oder Studentin nicht berufstätig waren. Gleichzeitig sprachen sie sich für die Anhebung des Karenzgeldes von derzeit rund 5.500 auf 6.000 Schilling sowie für die Aufhebung des "Berufsverbotes" für junge Mütter aus. Derzeit darf man in den ersten 18 Monaten nach der Geburt des Kindes nicht über 3.800 Schilling (geringfügige Beschäftigung) verdienen, sonst geht der Anspruch auf das Karenzgeld verloren. Die Finanzierung sollte zur Gänze aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) erfolgen. Eine weitere Forderung von Strasser und Lembacher ist der sogenannte Kinderbetreuungsscheck, der ebenso wie die Anhebung des Karenzgeldes und die Aufhebung des Berufsverbotes den Wiedereinstieg ins Berufsleben sowie die Wahlfreiheit zwischen Beruf und Familie erleichtern soll. Der Betreuungsscheck besteht aus drei Elementen:
einer Geldleistung, einer eigenständigen Sozialversicherung und einem Gutschein ab dem 4. Lebensjahr für eine anerkannte externe Kinderbetreuung.

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