AUVA: Unfallmedizin bleibt auf höchstem Niveau - "Outsourcing"-Ängste der Personalvertreter unbegründet

Wien (OTS) - Von einer "Outsourcing-Offensive" im Bereich der Unfallkrankenhäuser der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) könne keine Rede sein, erklärten Obmann Wolfgang Haunsberger und Generaldirektor Wilhelm Thiel namens der AUVA in einer Aussendung. Der Zentralbetriebsrat der sozialen Unfallversicherung hatte die Kooperation des Lorenz-Böhler-Spitals mit einer Wiener Privatklinik bei der Diagnose mittels Kernspintomographen zum Anlaß genommen, Betriebsversammlungen einzuberufen, um gegen das Auslagern von Leistungen aufzutreten.

Dazu die AUVA-Repräsentanten: "Das Investitionsprogramm, das in den kommenden vier Jahren rund drei Milliarden Schilling für Renovierung bzw. Neubau von Unfallspitälern vorsieht, ist der beste Beweis dafür, daß die AUVA die eigenen medizinischen Einrichtungen auf höchstem Niveau halten will".

AUVA-Generaldirektor Wilhelm Thiel: "Natürlich wird es im Sinne des Spargedankens zu Auslagerungen in Bereichen kommen, die aber nur die Peripherie und nicht die zentralen Aufgaben betreffen." Völlig zu Recht verlange der auch für die AUVA zuständige Hauptverband der Sozialversicherungsträger, alle nur denkbaren Kooperationen zu prüfen und zu nützen. In den meisten Krankenanstalten - auch bei uns - ist es heute beispielsweise kein Thema mehr, daß Wäsche von Fremdfirmen angeliefert wird, ebenso versucht jeder Spitalsträger, Synergien bei millionenschwerer Diagnostik und Labortechnik zu nützen. Dies alles aber nur, wenn die Qualität der Dienstleistungen außer Haus so gut ist, als würden diese Leistungen hausintern erbracht. Einen Qualitätsverlust kann und will sich die AUVA mit ihrem Weltruf in Unfallheilbehandlung und Rehabilitation sicher nicht leisten!"

Wenn die Unfallversicherungsanstalt weiterhin Spitzenmedizin im eigenen Haus anwenden und gleichzeitig wirtschaftlich wettbewerbsfähig bleiben wolle, müsse man mittelfristig Auslagerungen stärker und in aller Sorgfalt in Betracht ziehen.

Befürchtungen des Betriebsrates, es werde zu einer Reduktion medizinischer Leistungen kommen, zerstreut der AUVA-Generaldirektor:
"Derzeit werden die Unfallspitäler in Klagenfurt, Meidling, Salzburg modernisiert und in Linz ist demnächst Baubeginn für ein neues AUVA-Unfallspital. Der Betriebsrat muß sich also weder um die Zukunft der Spitzenmedizin noch um Abbau bestehenden Personals Sorgen machen."

Mehrmals sei dem Zentralbetriebsrat auch seitens der Selbstverwaltung versichert worden, daß es zu keinem Verlust bestehender Arbeitsplätze kommen werde, bestätigte AUVA-Obmann Haunsberger.

Rückfragen & Kontakt:

Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA),
Öffentlichkeitsarbeit,
Tel: (01) 33 111/304,
Fax: (01) 33 111/590 DW,
E-Mail: presse@auva.or.at,
AUVA-Sicherheits-Net: http://www.auva.or.at

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAU/OTS