Betreuung arbeitsloser Jugendlicher

Land fördert Aktion des NÖ Hilfswerks

St.Pölten (NLK) - "Trotz der notwendigen Sparmaßnahmen im Landesbudget werden wir in Niederösterreich auch in Zukunft die Einrichtungen für Menschen, insbesondere für Jugendliche mit besonderen Problemen, wirksam unterstützen", erklärte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop im Zusammenhang mit einem Beschluß in der heutigen Sitzung der NÖ Landesregierung: Für die Betreuung von arbeitslosen Jugendlichen im Rahmen der vorbeugenden Jugendhilfe "Bunter Schirm" erhält das NÖ Hilfswerk aus Mitteln der NÖ Arbeitnehmerförderung für das laufende Jahr einen Zuschuß von bis zu 1,7 Millionen Schilling.

Den "Bunten Schirm" des NÖ Hilfswerkes zur vorbeugenden Betreuung gefährdeter Jugendlicher gibt es seit 1984. Neben hauptberuflichen Sozialarbeitern betreuen in erster Linie ehrenamtliche Mitarbeiter gefährdete Jugendliche und versuchen, Hilfestellung bei der Bewältigung akuter Probleme im familiären wie im beruflichen Bereich anzubieten. Nach der Gründungsphase steht nun die flächendeckende fachliche Betreuung im Vordergrund. Gleichzeitig wurde damit das Anforderungsprofil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehoben und es wurden qualifizierte Fachkräfte, wie Psychologen und Pädagogen, eingestellt.

1997 wurde zu den bestehenden 29 niederösterreichischen Jugendhelfertreffpunkten fünf weitere errichtet, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Betreuerinnen und Betreuer regelmäßig zur Beratung und zur Schulung zusammenkommen. Insgesamt wurden im Vorjahr 1.814 Jugendliche von 993 Jugendhelfern betreut. 837 Betreuungen konnten abgeschlossen werden, 1.128 Betreuungen wurden neu begonnen. 601 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten für die Jugendarbeit gewonnen werden, 336 schieden aus. Schwerpunkttätigkeit in der Betreuung war die Lernhilfe mit 1.249 Fällen, gefolgt von der Arbeitsbegleitung in 512 Fällen und der Freizeitbegleitung in 54 Betreuungsfällen. Darüber hinaus werden seit 1992 in zwei Wohnprojekten in Krems und in Winklarn, Bezirk Amstetten, Übergangswohnmöglichkeiten für Jugendliche (Buntes Haus) bereitgestellt.

Langfristiges Ziel ist es, daß durch die Einbindung von Privatinitiativen die öffentliche Hand zugunsten dieser Initiativen in den Hintergrund tritt und sie dadurch unter dem Motto "Jugendhelfer statt Jugendheime" kostenreduzierend zum Einsatz kommen.

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