SGL Carbon: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Betriebsergebnis plus 9% trotz schlechteren Wirtschaftsumfelds

SGL SARBON konnte den Konzernumsatz bis zum 30. September 1998 gegenüber Vorjahr um 9% auf 1.639 Mio. DM verbessern. Im 3. Quartal wude jedoch mit 538 Mio. DM ein kaum veränderter Wert ausgewiesen. Während das Unternehmen beim Betriebsergebnis nach neun Monaten um 9% auf 301 Mio. DM zulegen konnte, sorgten die Negativeffekte der südostasiatischen Wirtschaftskrise und die saisonale urlaubsbedingte Minderauslastung dafür, daß im 3. Quartal mit 90 Mio. DM gegenüber Vorjahr ein um 8%bschwächeres Ergebnis erwirtschaftet wurde.

Das Vorsteurergebnis wird nachhaltig von der am 30. Juni für etwaige Verpflichtungen aus dem laufenden kartellrechtlichen Untersuchungen gebildeten Rückstellung über 410 Mio. DM geprägt. Es ist daher mit miuns 146 Mio. nicht mit dem Vorjahreswert von 248 Mio. DM vergleichbar. Ohne diesen außerordenlichen Effekt ergäbe sich mit 263 Mio. DM ein Plus von 6%. Die Rückstellung ist nur zum Teil steuerlich anrechenbar. Entsprechend wird nach neun Monaten 1998 ein Nachsteuerverlust von 197 Mio. DM ausgewiesen. Der vergleichbare Wert hätte mit +170 Mio. DM um 12% über Vorjahr gelegen. Aufgrund einer niedrigeren Steuerquote wurde von Juli bis September 1998 ein Nachstergewinn von 58 (1997: 55) Mio. DM erwirtschaftet.

Laut DVFA/SG ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 8,47 DM (Vorjahr: 7,35 DM). Im 3. Quartal lag dieser Wert mit 2,47 DM unter Vorjahr (2,70 DM). Der Brutto Cash-flow ging auf minus 96 Mio. DM zurück. Bislang ist 1998 jedoch noch keine nennenswerte Cash-flow wirksame Auszahlung gegen die Rückstellung erfolgt. Daher liegt der tatsächliche mit dem Vorjahr vergleichbare Wert mit +272 Mio. DM um 12% über Vorjahr. Damit verfügen wir über eine gesunde Basis, um unsere Expansion in den Bereichen Technik und Spezialgraphit wie geplant voranzutreiben. Um die Grundlage für ein anhaltendes Eerbebniswachstum zu schaffen, arbeitet SGL CARBON intesiv daran, ein bereits geplantes umfassendes Rationalisierungprogramm inklusive Kapazitätsabbau bei den Graphitelektroden zeitlich vorzuziehen und damit erhebliche Kosteneinsparungen zu beschleunigen. Hierfür beabsichtigen wir im 4. Quartal eine Rückstellung zu bilden, die das operative Ergebnis unter das aus 1997 drücken wird. Die Rationalisierung wird jedoch bereits 1999 und in den Folgejahren zu einem deutlichen Kostenabbau führen.

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