,,Integration durch Kompetenz": Seibersdorfer Forscher schaffen mehr Entwicklungschancen für behinderte Personen

SeibersdorfWien (OTS) - Im Beisein des oberösterreichischen Wirtschaftslandesrates Dr. Christoph Leitl wurde am 23. 10. 1998 die Einrichtung ,,Integration durch Kompetenz" in der Stifterstraße in Linz eröffnet. Sie dient Personen mit Behinderungen und ist ein gemeinsames Projekt der Diakonie Österreich und der Austrian Research Centers Seibersdorf.

Integration durch Kompetenz" -- so heißt die gemeinsame Initiative der Diakonie Österreich und der Austrian Research Centers (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf). Behinderte Personen erhalten hier an der Adresse Stifterstraße 12 in Linz die Möglichkeit, mit Computerhilfsmittel und -programmen umzugehen, fachgerechte Beratung in Anspruch zu nehmen und an Entwicklungsprogrammen teilzunehmen. Sowohl der Diakonie als auch den ARCS ist es ein besonderes Anliegen, daß die technologische Entwicklung am behinderten Menschen nicht vorbeigehen darf, sondern in Diagnose, Therapie und bei der Entwicklung von Alltagshilfen sinnvoll eingesetzt werden muß. Kurzum: Innovationen und Technologie-Entwicklungen sollen nicht nur den Stärksten in unserer Gesellschaft bessere Lebensmöglichkeiten und Entwicklungschancen bieten. Ziel des wegweisenden Projekts ,,Integration durch Kompetenz" ist es daher, neben der Entwicklung von behindertengerechten Produkten die gesellschaftliche Teilhabe von Behinderten zu verbessern und bestehende Ausgrenzungen zu beseitigen.

,,IntegraNET" verbessert Entwicklungschancen für Behinderte

Mit der Gründung der Standorte in Wiener Neustadt und in Linz hat sich für das Seibersdorf-Geschäftsfeld ,,Medizin- und Rehatechnik" ein langjähriger Wunsch erfüllt: Die regionale Anbindung an Behindertenorganisationen, der Einsatz von zeitgemäßer Technologie vor Ort mit gleichzeitigem überregionalen Zugriff auf Informationen und zielgruppenorientiertes Projektmanagement -- all das ist nunmehr Realität geworden. Technologisches Herzstück ist das für diese Zwecke konzipierte ,,IntegraNET" , das vernetztes Arbeiten an verschiedenen Standorten ermöglicht. Das von den ARCS-Spezialisten implementierte IntegraNet ist teils als Intranet- (geschlossenes Netz), teils als Internet-Lösung ausgeführt. Der Zugriff auf Projektdaten erfolgt sowohl über das WWW als auch über ISDN-Direktverbindungen. Sensitive Daten können somit offline in geschützten Bereichen geführt werden, der allgemein zugängliche Teil der Information wird durch Lotus Notes-Applikationen und Domino-Server automatisch ins WWW gespiegelt. Die Entwicklung des IntegraNET wird durch die Aktion Licht ins Dunkel, das Land Oberösterreich, die Gemeinde Wiener Neustadt und durch den Bund gefördert. Die über das Netz angebotenen Dienste werden während der zweijährigen Projektphase kostenlos angeboten. Eine erste Auswahl an Diensten wird bereits mit Jahresbeginn 1999 zur Verfügung stehen.

Weitere Projekte der Initiative ,,Integration durch Kompetenz"

Martin Boos-Schule: Die Landes-Sonderschule setzt mit ihren Integrationsklassen einen Schwerpunkt im gemeinsamen Lernen behinderter und nicht behinderter Kinder. Behinderte Kinder sollen mit speziellen Adaptierungen Computer-Programme bedienen können. Ebenso sollen die Bedingungen für den Computereinsatz von schwerst mehrfachbehinderten Personen erarbeitet werden.

Fördergruppe 5: Aufbauend auf die bereits erfolgte Vermittlung von Computer-Grundkenntnissen sollen weitere Möglichkeiten für die Förderung schwer behinderter oder autistischer Personen geschaffen werden (Beschäftigung, Kreativität, Kommunikation etc.)

Werkstätte Gallneukirchen: Gründung einer eigenen Computer-Werkgruppe und Anbieten von Dienstleistungen unter dem vornehmlichen Aspekt der Arbeit. Von Interesse ist auch, Raum für Computerkunst und kreative Angebote zu geben.

Diagnostik und Therapie: Dieses Projekt wird gemeinsam vom Zentrum Spattstraße der Evangelisch-Methodistischen Kirche und der Therapiestation Gallneukirchen betrieben. Ziel: Erarbeitung einer computerunterstützten Diagnostik sowie von speziellen Programmen zur Förderung und Therapie.

CD-ROM-Erstleselehrgang für Deutsch: Erstellen einer CD-ROM als Lernumgebung für den Einsatz im Volksschul-, Integrations- und Sonderschulbereich sowie ergänzend im Sprachheilunterricht. Grundlage werden Geschichten sein, die, ergänzt durch Themenbilder, einen Großteil des Grundwortschatzes umfassen. Diese bilden ein umfassendes multimediales Übungsmaterial für alle Aspekte des Erstleseunterrichts.

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E-mail: frederick.staufer@arcs.ac.at

Austrian Research Centers (Österr.

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Dr. Johann Krocza, Leiter des Geschäftsfeldes
Medizin- und Rehabilitationstechnik
Tel.: 02254-780-2716, Fax: 02254-780-2724
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