LIF-Steiner: Krankenhaussanierung und Kostensenkung möglich

Modernes Krankenhausmanagement ohne Parteieinfluß muß endlich verwirklicht werden

Wien (OTS) - FORMAT berichtet in seiner heutigen Ausgabe über "Lange Nächte im weißen Kittel" und greift dabei das Thema "unmenschliche Arbeitszeitüberschreitungen der Spitalsärzte" auf. "Die Grundlagen zu diesem Bericht hat das Liberale Forum Niederösterreich ausführlich ermittelt und vor einigen Wochen dem FORMAT überlassen. Über viele kritische Ergebnisse unserer Recherchen hat FORMAT jedoch nicht berichtet, " nimmt die liberale Landessprecherin Liane Steiner aus Niederösterreich Stellung.***

"Die Behauptung, der katastrophale Ärztemangel in den Spitälern sei die Folge von Geldmangel, kann ich nicht gelten lassen," betont die Liberale unter Hinweis auf das Gutachten über das Krankenhaus Mödling, das dem Liberalen Forum vorliegt. "Die Gutachter haben festgestellt, daß mit der Beseitigung der bestehenden Führungsmängel im Krankenhaus und mit modernen Organisationsmaßnahmen Mödling zu einem fortschrittlichen, modernen Krankenhaus geformt werden könnte. Die personellen Möglichkeiten sind schon jetzt dafür vorhanden und müßten nur von den bestehenden Mängeln befreit werden.

Dazu bedarf es aber auch einer Umstrukturierung beim Personal, nämlich weniger bei den organisatorischen Aufgaben und dafür mehr für die medizinischen Aufgaben. Es wären in der Summe Einsparungen von fünfundneunzig (!) vollen Arbeitskräften möglich. Dieses Einsparungspotential bedeutet bei derzeit über 620 Arbeitskräften eine Reduktion um ca. 17%. Das beweist, mit einer Modernisierung des Krankenhauswesens ist auch eine erhebliche finanzielle Einsparungen zu erreichen, die das Budget sogar entlasten würden. Nach diesen Vorschlägen der Gutachter wäre es dann möglich, die Ärzte mit einer 48-Stunden-Woche mit Freizeitausgleich einzusetzen und nicht wie bisher, die Ärzte mit bis über 100-Stunden in der Woche zu überlasten. - Die Patienten wären dann nicht mehr von übermüdeten Ärzten behandelt. Wir Niederösterreicher sind von der Unfähigkeit der NÖ-Gesundheitspolitik besonders betroffen, denn bei uns fehlen derzeit über 140 Spitalsärzte und wenn das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz keine Übergangsbestimmungen mehr zuläßt, dann wird der Mangel auf 279 Ärzte hinaufschnellen", warnt Steiner vor den Folgen der bisherigen NÖ-Krankenhauspolitik.

"Ärzte gibt es offensichtlich genug, die derzeit als Taxifahrer oder Krankenpfleger ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen, obwohl sie in den Spitälern dringend gebraucht werden" so Steiner abschließend

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