NÖ Liberale fordern freiwilligen Antibiotikaverzicht in der Landwirtschaft!

Unnötiger Antibiotikaeinsatz verunsichert die Konsumenten

St. Pölten (OTS)- Der Agrarsprecher des Liberalen Forums Nö, Ing. Rudolf Reisenberger, fordert die Landwirtschaftskammer auf, auf den Einsatz von

nutritiven Antibiotikas in Österreich freiwillig zu verzichten.***

"Nutritive Antibiotikas dienen weder dem prophylaktischen, noch dem thera- peutischen Einsatz bei Erkrankungen, sondern werden dem Tier zur Leistungssteigerung in das Futter gemischt", so Reisenberger. Dieser Leistungssteigerung um etwa 3-5% besserem Wachstum stehen erstens hohe Kosten, aber auch die Gefahr von Rückständen im Fleisch, Milch oder Eier gegenüber. Reisenberger verweist in diesem Zusammenhang auf die Warnung vieler Humanmediziner, die Resistenzen beim Konsumenten dieser Produkte nicht ausschliessen. Außerdem ergaben Versuche von Futtermittelfirmen, daß probiotische Futterzusätze, wie Hefepilze oder Milchsäurebakterien, die selbe Wirkung erzielen. "Das Argument der Landwirtschaftskammer, daß die Antibiotikas durch bessere Futterverwertung den Düngeranfall verringern und daher die Umwelt schonen, kann nicht wirklich Ernst genommen werden", sagt der liberale Agrarfachmann. Denn nicht die Fäkalmenge, sondern die fütterungsbedingten Inhaltsstoffe sind das wahre Problem. Das Liberale Forum fordert daher, Österreich zur fütterungsantibiotikafreien Zone zu machen, um die Konsumenten weder zu verunsichern, noch zu gefährden. "Die Futtermittelindustrie hat bereits probiotische Ersatzstoffe getestet und könnte die Produktion sofort umstellen", schliesst Reisenberger.

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