Muzik: Einem-Masterplanung findet Unterstützung der NÖ Sozialdemokraten

Schüssel-Unterstützung für Bahn-Ausbaumaßnahmen leitet offenbar Trendwende ein

St. Pölten, (SPI) - "Aufgrund der politischen Änderungen in Osteuropa rückte NÖ stärker ins Zentrum Europas und der in Gang befindliche Prozeß der EU-Osterweiterung wird diese Entwicklung nur noch beschleunigen. Als Folge dessen und aufgrund der gestiegenen Mobilität in der Wirtschaft erwarten Fachleute einen enormen Anstieg des Verkehrsaufkommens in der Ostregion. Besonders in Anbetracht dieses steigenden Verkehrsaufkommens in der Ostregion kommt dem Ausbau einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur eine immer zentralere Rolle zu. Während das hochrangige Straßennetz in den letzten Jahrzehnten zu rund 90 Prozent ausgebaut wurde, besteht im Bereich der Schiene ein gewaltiger Nachholbedarf", stellt der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik fest. Wenn es uns nicht gelingt, den Schwerverkehr auf die Schiene zu verlagern, nützen die vergangenen Straßenausbauten wenig - denn die Transitrouten bleiben weiter verstopft. Deshalb unterstützen die NÖ Sozialdemokraten auch die von Verkehrsminister Einem konzipierte "Masterplanung 2015", die eine maßgebliche Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene einleiten sollte.****

"Es ist falsch, wie dies beispielsweise die ÖVP Niederösterreich immer wieder versucht, den Ausbau der transeuropäischen Netze als leistungsfähige internationale Verkehrsverbindungen gegen die Ausbaumaßnahmen im Nahverkehr auszuspielen. Es ist selbstverständlich, daß wir Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher vor allem unsere Verkehrsprobleme gelöst haben wollen. Notwendigerweise müssen allerdings auch bundespolitische Perspektiven im Ausbauprogramm Berücksichtigung finden. Die Niederösterreichischen Sozialdemokraten unterstützen daher die Bundesregierung in ihren Bemühungen, über Ländergrenzen hinaus zu denken und Österreich in ein leistungsfähiges europäisches Hochleistungsnetz - sowohl Straße, als auch Schiene - einzubinden", so der SP-Verkehrssprecher

Eines der wesentlichsten Hauptanliegen sind sämtliche Maßnahmen, den internationalen Güterverkehrs verstärkt auf die Schienen zu bringen und die damit verbundenen baulichen Adaptierungen auf der Ost-West-sowie Nord-Süd-Transversale. In diesem Zusammenhang signalisiert offenbar das vom VP-Bundesparteiobmann und Außenminister Schüssel am 19. August in den Ministerrat eingebrachte "Europäisches Übereinkommen über die Hauptlinien des internationalen Eisenbahnverkehrs" (AGC) eine Trendwende bei der ÖVP. Der Beitritt zum AGC, der von Minister Schüssel empfohlen wird, liegt im verkehrspolitischen Interessen und findet sich auch in der von Minister Einem vorgelegten Masterplanung 2015 wieder.

"Die Menschen sehen sich laufend mit einem erhöhten Mobilitätserfordernis konfrontiert - niemand fährt zum Spaß immer weiter zu seinem Arbeitsplatz. Dem müssen wir Rechnung tragen - unter der Prämisse möglichst geringer negativer Einflüsse auf Natur, Umwelt und die Lebensqualität der Anrainer. Die Versäumnisse, die hier besonders in Niederösterreich in den letzten Jahrzehnten angehäuft wurden, müssen schnellstens bereinigt werden", so der SP-Verkehrssprecher abschließend.
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