Wiener Liberale: Lokale Agenda 21-Prozeß nicht nur für den Alsergrund sondern für ganz Wien

Lokale Agenda 21 soll ausdrücklich "bezirksübergreifende" Zusammenarbeit stärken

Wien (OTS) "Obwohl seit einem Jahr ein fertiges Konzept zur Durchführung eines Agenda 21 Prozesses für ganz Wien in den Büros von Stadtrat Svihalek und Stadtrat Görg vorliegt, hat sich bis heute keiner der beiden Stadträte für die Umsetzung dieses Konzeptes eingesetzt," kritisierte heute der liberale Umweltsprecher Hanno Pöschl anläßlich der Präsentation des Pilotprojektes Agenda 21 im 9. Bezirk.

Die "Rettungsaktion" von Bezirksvorsteher Benke, die gute Idee nicht ganz einschlafen zu lassen, wäre zwar lobenswert doch sei der neunte Bezirk kein ideales Gebiet für ein Stadtentwicklungsprojekt, wie die Agenda 21. Außerdem werde in den Projektunterlagen ausdrücklich darauf hingewiesen, daß der Erfolg des Pilotprojektes von der Betreuung durch "eine unabhängige Institution, die den Prozeß steuert und vorantreibt", abhänge. Die Tatsache, daß es sich beim Auftragswerber und beim Agendabüro um die Volkshochschule Wien Nord/West handelt, deren Direktorin Christine Benke und deren Vorsitzende SPÖ-LAbg. Martina Malyar ist, trägt nicht unbedingt zur parteipolitischen Unabhängigkeit des Prozesses bei.

Die gemeinsame Problemstellung von Fragen aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung sei in einem komplett bebauten Innenstadtbezirk, wie dem Alsergrund, gering. Im Konzept der MA 22 (Umweltschutz) werde ausdrücklich auf die wichtige und notwendige Zusammenarbeit mehrerer Bezirke hingewiesen. "Bezirksübergreifende Stadtentwicklungsgebiete wie z.B. das Urbangebiet entlang des Gürtels würden sich wesentlich besser als Pilotprojekt eignen," erklärte die liberale Planungssprecherin Michaela Hack.

Unabhängig von der Durchführung dieses "Pilotprojektes" wäre die Durchführung der Lokalen Agenda 21 nach dem Vorbild von München oder Berlin für das gesamte Wiener Stadtgebiet wichtig. Wien als Umweltmusterstadt könnte hiermit Vorbild für osteuropäische Städte und Gemeinden werden, forderten Pöschl und Hack abschließend.

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