KfV: Besinnung statt Wahnsinn auf den Strassen !

Wien (OTS) - 15. November: Europaweiter Aktionstag zum Gedenken an Straßenverkehrsopfer - Votivkirche Wien: Gospelmesse des ROTEN DREIECKS - Bilanz der Vorwoche: Hauptunfallursache nichtangepaßte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer in vier Fällen Mitursache

Mehr Toleranz und Rücksicht, weniger sinnlose Raserei und Egoismus auf Österreichs Straßen wünscht sich das Kuratorium für Verkehrssicherheit und fordert am Allerseelen-Tag dazu auf, der Todesopfer im Straßenverkehr zu gedenken: "Wenn auch der Trend in Richtung weniger als 1.000 Verkehrstote pro Jahr geht, so ist auch bei einer dreistelligen Zahl der Preis für die Mobilität noch immer zu hoch. Daß es auch ganz anders geht, zeigt uns der internationale Vergleich", betont KfV-Direktor Franz Bogner.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit nimmt daher den Allerseelen-Tag zum Anlaß, an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer zu appellieren:
"Unsere Gesellschaft muß wachgerüttelt werden, wir müssen herausgerissen werden aus der Lethargie, aus der Gleichgültigkeit, mit der wir die täglichen zwei bis drei Verkehrstoten hinnehmen. Mit ein bißchen weniger Selbstbezogenheit und ein bißchen mehr Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Mitmenschen kann jeder Einzelne dazu beitragen, den Straßenverkehr sicherer zu machen. Dem Schutz des Lebens muß eine viel höhere Bedeutung zugemessen werden."

Das ROTE DREIECK, auf Initiative des KfV gegründete Arbeitsgemeinschaft österreichischer Unfallopfer, lädt in diesem Sinne zu der am 15. November 1998 um 17.00 Uhr in der Wiener Votivkirche stattfindenden Gospelmesse ein. Völkerverbindender Hintergrund: Der dritte Sonntag im November steht traditionell im Zeichen europaweiter Gedenkfeiern für Straßenverkehrsopfer. Der Aufruf zu diesem internationalen Gedenktag erfolgt alljährlich von der F.E.V.R. (Fédération Européenne des Victimes de la Route), der Dachorganisation der europäischen Straßenverkehrsopfer-Vereinigungen.

Trauriger Jahrestag: Die Schüler des Badener Gymnasiums Biondekgasse, die auch bei der Gospelmesse anwesend sein werden, verloren genau ein Jahr zuvor - am 15. November 1997 und in den Tagen danach – drei ihrer Mitschüler bei dem von einem alkoholisierten Lenker verursachten Unfall auf der Westautobahn. Das darauffolgende Engagement der Badener Gymnasiasten im Kampf gegen den Alkohol am Steuer hatte schließlich den entscheidenden letzten Impuls für die Einführung der 0,5-Promille-Grenze in Österreich gegeben.

Die ökumenische Gedenkfeier am 15.11.1998 wird von der MIVA, der Österreichischen Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft, unterstützt.

Die Unfallbilanz der Vorwoche - 27.10. bis 1.11.1998 - spricht für sich selbst: 13 Menschen starben auf Österreichs Straßen, davon 8 am Allerheiligen-Wochenende. Ein Drittel der insgesamt 12 tödlichen Unfälle wurde durch nichtangepaßte Fahrgeschwindigkeit verursacht, ebenso war in vier Fällen Alkoholisierung Mitursache.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Eveline Wögerbauer / Tel.: 01/71770-161 DW e-Mail:
oeffentlichkeitsarbeit@kfv.or.at Internet: http://www.kfv.or.at Bitte
beachten Sie auch die Aussendung des BM für Inneres (OTS0058) unter
http://www.bmi.gv.at

KfV / Abt.f.Öffentlichkeitsarbeit /

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS