Rotes Kreuz/Österreich Österreich: Was tun bei Nasenbluten?

Wien (OTS) - Es muß nicht gleich eine größere Verletzung sein, die stark blutet. Auch das vergleichsweise oft vorkommende Nasenbluten kann gefährlich werden. "Bei starker Blutung kann es zu einem mehr oder weniger großen Blutverlust mit anschließendem Schock kommen", sagt Dr. Heinz-Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes. Bei Jugendlichen sind leichte Blutungen aus der Nase nicht außergewöhnlich. Bei älteren Menschen können starke Blutungen aber lebensbedrohlich werden.

Laut Slatin gibt es mehrere Ursachen für Nasenbluten: "Am häufigsten entsteht es dort, wo die äußere Haut in die Nasenschleimhaut übergeht. Die Schleimhaut ist dort sehr gut durchblutet und äußeren Einflüssen stark ausgesetzt. Weiters können Blutdruckschwankungen bei starker körperlicher Anstrengung, beim Bücken, Schneuzen und Pressen sowie rasches Sinken des äußeren Luftdruckes Nasenbluten verursachen. Daneben gibt es auch krankheitsbedingte Ursachen des Nasenblutens, etwa bei Gefäß- oder Bluterkrankheiten sowie Stoffwechselstörungen."

Spontane, ungefährliche Blutungen sind oft geringfügig. Blut kommt nur tröpfchenweise aus der Nase. Setzt die Blutung aber heftig ein, strömt es pulsierend aus beiden Nasenseiten oder kommt es öfters zu Nasenbluten, dann ist unbedingt ärztliche Hilfe notwendig.

Leichte Blutungen lassen sich manchmal sogar durch einfaches Andrücken des Nsaenflügels an die Nasenscheidewand stoppen. Dabei ist es wichtig, sich ruhig zu verhalten, zu sitzen und den Kopf leicht vornüber gebeugt zu halten. Ein kalter Umschlag im Nacken kann die Blutung vermindern. Gefäßregulierende Nerven im Nacken verengen durch den Kältereiz die Blutgefäße.

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2.11.1998

ÖRK/Gesundheitsredaktion

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