Seit 1970 hat Straßenverkehr um 270 Prozent zugenommen

Pröll fordert mehr Verantwortungsbewußtsein auf der Straße

St.Pölten (NLK) - Viel zu viele Menschen werden vom Verkehrstod
aus dem Leben gerissen. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll forderte heute in der Radiosendung "Forum NÖ" die Verkehrsteilnehmer auf, ihre Verantwortung auf den Straßen wahrzunehmen und alles zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit anderer beizutragen.

Zum Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer, der Kinder, habe er vor drei Jahren die Aktion Kindersicherheit gestartet. Mehr als 420 Gefahrenstellen wurden seither gemeldet, 356 davon sind bereits entschärft. Pröll: "Zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern zähle ich aber auch die älteren Mitbürger. Daher wurde diese Aktion auch auf die Senioren ausgeweitet. Binnen weniger Wochen wurden 60 Gefahrenstellen gemeldet, 10 sind bereits entschärft, 50 sind in Arbeit."

Seit 1970 hat der Straßenverkehr um mehr als 270 Prozent zugenommen. Die Tendenz ist weiter steigend. Dementsprechend hatten sich auch die Anforderungen an die Verkehrswege verändert, erklärte Pröll. "Wir haben allein in den vergangenen fünf Jahren mehr als zwölf Milliarden Schilling in den Straßenbau investiert und zusätzlich Milliarden in den öffentlichen Verkehr."

Zur häufigen Kritik an den neu errichteten Kreisverkehren meinte der Landeshauptmann, es sei längst bewiesen, daß dadurch der Verkehr flüssiger und sicherer wird. Ähnliches gelte auch für die Ortsraumgestaltung. "In den letzten zehn Jahren haben wir mehr als 1.000 Kilometer Straßen im Ortsraum menschengerecht und umweltgerecht umgestaltet. Damit werden die Orte nicht nur schöner, sie werden auch sicherer." Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sei um 26 Prozent zurückgegangen, die der Verletzten um 30 Prozent und die der Verkehrstoten um 72 Prozent.

Zur Wintertauglichkeit der A 21 sagte Pröll, die exponierte Strecke sei nunmehr wesentlich winterfester. Um rund zehn Millionen Schilling seien Kettenanlegeplätze, neue Umkehrplätze für Räumfahrzeuge und ein neues Verkehrsleitsystem eingerichtet worden. Bis zu 15.000 Tonnen Salz und 250.000 Tonnen Splitt wurden eingelagert. 62 Glatteiswarngeräte und 6 Videoüberwachungsanlagen stünden im Einsatz.

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